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Schon gewusst?

Man sollte seine Fische ein bis drei mal am Tag, am besten zu festen Zeiten, füttern. Dabei füttert man immer nur soviel, wie die Fische innerhalb von fünf Minuten fressen. [mehr]

Zubehör und Pflege: Technik

Man benutzt die Technik im Aquarium hauptsächlich zum filtern und heizen des Wassers, sowie zur Beleuchtung des Beckens und der Zufuhr von Kohlenstoffdioxid. Wie das im einzelnen geht und welche technischen Mittel im keinem Aquarium fehlen dürfen, wird hier erklärt.

Inhalt

Filter allgemein

Bedeutung
Der Filter ist wohl eine der wichtigsten technischen Einrichtungen eines Aquariums. Zum einen filtert er schwebende Schmutzteilchen aus dem Wasser und beseitigt so unschöne Trübungen. Zum anderen beinhaltet er wichtige Bakterienkulturen, die im Wasser gelöste Giftstoffe in unbedenkliche Substanzen umwandeln. Dieses ist für das biologische Gleichgewicht des Aquariums, und damit für das Überleben der Fische, unerlässlich.

Bestandteile und Funktionsweise
Ein Filter besteht in der Regel aus einer elektrischen Pumpe, die das Aquariumwasser ansaugt, durch das Filterinnere drückt und das gereinigte Wasser auf der anderen Seite wieder ins Aquarium befördert. Dabei entsteht gleichzeitig eine Wasserzirkulation, die durch die Oberflächenbewegung auch für eine ausreichende Sauerstoffaufnahme aus der Luft sorgt.

Im Filter befinden sich normalerweise mehrere unterschiedliche Materialien, die das Wasser in mehreren Stufen mechanisch, biologisch und in Ausnahmefälle durch Spezialeinsätze auch chemisch reinigen können.

Filtermaterialien

Verschiedne Filtermaterialien

Mögliche Einsätze
Durch Filterbälle aus Kunststoff und kleine Keramikröhrchen werden zunächst grobe Schwebeteilchen aus dem Wasser gefiltert, wie z.B. abgerissene Pflanzenteilchen und ähnliches. Verschieden grobporige Schaumstoffeinsätze kümmern sich dann um die feineren Schmutzpartikel, wie Futterreste oder Fischkot. In diesen Schaumstoffmatten leben auch die bereits genannten Bakterien, die insbesondere das äußerst giftige Ammonium und Nitrit beseitigen, das unter anderem durch die Ausscheidungen der Fische, sowie abgestorbene Pflanzenteile und Futterreste entsteht.

Ohne gesunde Bakterienstämme verenden die Fische daher in kürzester Zeit. Daneben können extrem feinporige Vlieseinsätze als letzte Filterstufe auch noch die allerfeinsten Schwebeteilchen aus dem Wasser entfernen. Im Fachhandel gibt es weiterhin verschiedenste Spezialeinsätze, um besondere Probleme mit dem Aquariumwasser zu lösen.

Einlaufzeit
Bei der Installation eines neuen Filters (ob als Ersatz oder bei der Ersteinrichtung eines Aquariums) ist es unbedingt notwendig, die so genannte Einlaufphase einzuhalten. Das eingerichtete Aquarium muss einige Wochen zusammen mit dem laufenden Filter betrieben werden, bevor die ersten Fische eingesetzt werden.

Nur so können die Bakterienkulturen sich vermehren und einnisten. Dieses kann durch die anfängliche Zugabe von Bakterien, die im Fachhandel erhältlich sind, unterstützt werden. Die häufig gehörte Aussage durch Verkäufer, dass die Beigabe solcher Bakterien die Einlaufphase stark verkürzen oder sogar ersetzen kann, ist nur sehr bedingt korrekt und dürfte in der Regel eher umsatzorientiert sein. Immer wieder klagen Neu-Aquarianer dann über Nitritvergiftungen und den Tod ihrer Fische.

Innenfilter

Innenfilter werden komplett innerhalb des Aquariums platziert. In der Regel werden sie mit Saugnäpfen in einer Ecke befestigt, saugen das Wasser durch ein Sieb an, drücken es durch die Filtereinsätze und geben es gereinigt zurück ins Aquarium. Innenfilter sind eher für kleinere Aquarien bis ca. 200 Liter Volumen geeignet und sind oft Bestandteil von Komplettangeboten im Handel.

Innenfilter sind im Durchschnitt preisgünstiger als Außenfilter. Nachteilig ist allerdings, dass sie oft nur eine begrenzte Möglichkeit für verschiedene Filtereinsätze haben, meist fassen sie nur Schaumstoffmatten. Daneben nehmen sie recht viel Platz im Aquarium weg und beeinträchtigen die Optik nicht unerheblich. Die Reinigung der Filtermassen ist recht umständlich.

Als Sonderform gibt es selten auch luftbetriebende Innenfilter. Hier gibt es statt des Elektromotors eine Luftpumpe außerhalb des Beckens, die Luft durch das Filterschaumstoff pumpt. Hierdurch wird das Wasser mitgerissen. Diese Filter sind nur für sehr kleine Aquarien geeignet und zudem recht laut.

Außenfilter

Wie der Name schon vermuten lässt, befinden sich Außenfilter außerhalb des Aquariumbeckens, daneben oder im Unterschrank. Hier sind die Filtereinsätze in verschiedenen Fangkörben in einem geschlossenen Behälter untergebracht. Über Schläuche wird das Wasser aus dem Becken gesaugt und auch wieder zurückgegeben. Innerhalb des Beckens befinden sich nur die Ansaugöffnung und der Ausströmer.

Im Gegensatz zu Innenfilter sind vergleichbare Außenfilter etwas teurer. Allerdings machen sie ein deutlich größeres Filtervolumen möglich, sodass sie auch für größere Becken angewendet werden können. Daneben kann man hier deutlich besser mehrere unterschiedliche Filtermaterialien einsetzen und so die Filtereigenschaften beeinflussen und letztlich die Wasserbeschaffenheit recht gut kontrollieren.

Die Reinigung ist wesentlichen einfacher als beim Innenfilter, da hier nur die Schläuche vom Deckel des Filtertopfes abgeklemmt werden müssen. Den Filtereimer kann man dann bequem z.B. in die Duschwanne tragen. In jüngerer Zeit werden auch Filter angeboten, die durch die UV-C-Bestrahlung des Wassers im Filterbehälter die Algenbildung eindämmen sollen.

Bekannte Hersteller von Filtern sind Eheim, JBL, Fluval, Sera, TetraTec.

Besondere Filterformen

Hamburger Mattenfilter

Hamburger Mattenfilter

Beim Bodenfilter wird der Boden des Aquariumbeckens vor dem Einbringen des Kieses mit engmaschigen Siebkörperelementen ausgelegt, sodass ein freier Raum zwischen Kies und Glasboden entsteht. Durch ein Steigrohr wird hier lediglich das Wasser durch den Kies nach unten abgesaugt und an der Wasseroberfläche wieder eingebracht. Hier wirkt lediglich der Kies als Filtermedium. Vorteil ist die geringe nötige Technik und der günstige Preis. Allerdings ist die biologische Filterwirkung nur sehr gering und nur für kleine und schwach besiedelte Aquarien denkbar.

Eher etwas für Bastler, aber durchaus interessant, ist der Hamburger Mattenfilter. Näheres hierzu in diesem Artikel.

Heizungen

Volumen Heizleistung
30 - 50 l 50 Watt
50 - 75 l 75 Watt
70 - 100 l 100 Watt
100 - 150 l 150 Watt
150 - 200 l 200 Watt
200 - 300 l 300 Watt

Erforderliche Heizleistungen

Die meisten Aquarienfische stammen aus den tropischen Gebieten dieser Welt. Deshalb müssen in Warmwasseraquarien auch immer die selben tropischen Temperaturen herrschen. Empfehlenswert sind Temperaturen zwischen 24 und 26° C.

Um den Fischen solche Temperaturen bieten zu können, braucht man eine Heizung. Sehr häufig werden dazu Stabheizer eingesetzt. Dabei handelt es sich um Glasstäbe mit innenliegender Heizspirale die an die Aquarienscheibe geheftet werden.

Die Temperatur lässt sich bei Stabheizern meist stufenlos einstellen. Unterschieden werden die Stabheizer anhand ihrer Leistung, gemessen in Watt. Nebst sind die richtigen Heizleistungn für verschiedene Beckengröße bei Zimmertemperatur aufgelistet.

Alternativ zu den Stabheizern gibt es auch noch so genannte Heizkabel oder Heizschlangen, die im Bodengrund des Aquariums eingegraben werden. Diese Art der Heizungen ist allerdings für Anfänger nicht zu empfehlen.

Beleuchtung

Die Beleuchtung des Aquariums ist vor allem für Pflanzen wichtig, da sie für die Photosynthese Licht benötigen. Zu empfehlen sind für das Aquarium Leuchtstoffröhren. Diese sind meist im Aquariendeckel untergebracht. Hat man ein offenes Aquarium, so kann man dekorativere Beleuchtungsmittel wählen, wie z.B. Quecksilberdampflampen.

Tropische Fische sind es gewohnt, 12 Stunden Tag und 12 Stunden Nacht zu haben. Deshalb sollte man dafür sorgen, dass die Beleuchtung ca. 12 Stunden am Tag eingeschaltet ist. Am besten lässt sich das mit einer Zeitschaltuhr bewerkstelligen.

Kohlenstoffdioxid-Versorgung

CO2 Anlage

Kopf einer CO2-Flasche

Damit die Pflanzen die Photosynthese durchführen können, benötigen sie Kohlenstoffdioxid (CO2). Wer Wert auf besonders schöne Pflanzen legt, sollte diese mit Kohlenstoffdioxid düngen.

Die einfachste Lösung sind CO2-Tabletten. Diese geben das Kohlenstoffdioxid aber unkontrollierbar ab, auch in der Nacht, wenn die Pflanzen es nicht aufnehmen können.

Zu empfehlen sind deshalb so genannte CO2-Düngeanlagen. Sie enthalten eine Gasflasche mit Kohlenstoffdioxid und entsprechenden Zubehör. Ab rund 120 lassen sich gute Anlagen beziehen. Eine preisgünstige Alternative zu diesen Geräten stellt eine auf der alkoholischen Hefe-Gärung basierende Bio-CO2-Anlage dar. Mehr informationen dazu gibt es in in diesem Artikel aus der Community.

Weiteres technisches Zubehör

Um die Wassertemperatur zu kontrollieren braucht man ein Aquarienthermometer. Diese lassen sich meist an die Aquarienscheibe heften.

Zur Algenentfernung von den Aquarienscheiben gibt es magnetische Reiniger. Im Aquarium befindet sich dabei ein magnetischer Reinigungsstein, der von außen mit einem weiteren magnetischen Stein geführt werden kann.

Empfehlenswert für den Wasserwechsel sind Mulmsauger. Das sind längliche dicke Rören, an denen ein Schlauch befestigt ist. Mit einem solchen Mulmsauger lässt sich bei Wasserwechsel prima der Dreck wegsaugen.

Eine ausführliche Übersicht über weiteres Aquarium-Utensil findet sich in diesem Artikel aus der Community.

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17.11.19 | 09:13 Uhr

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