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Castortransport und unsere Umwelt
Re: Castortransport und unsere Umwelt
Gepostet von Mama-im-Einsatz, 04.12.11, 22:40
Das ist ja mal ein guter Gedankengang, Flo.
Mach das mal publik 
_________________ Viele Grüße, Katharina
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s=k. log w = Entropie;
Re: Castortransport und unsere Umwelt
Gepostet von Phillermann, 04.12.11, 23:23
N´Abend,
ich muss auch mal meinen Senf zu dem ganzen Thema dazu geben, da hier doch einige Sachen gepostet werden, die so nicht stimmen.
Es wurde schon gesagt: Der Anteil am Gesamtstrom, der aus Atomkraft gewonnen wird ist nicht sonderlich groß (hab keine genauen Zahlen...)
Ergo: Die Dinger lassen sich problemlos ersetzen (leider hat unsere Regierung beschlossen, dafür Kohlekraftwerke zu nutzen was ich persönlich ziemlich bescheurert finde aber naja...)
Desweiteren: AKWs lassen sich nicht gegen alles absichern. Tschernobyl war ein Konstruktionsfehler, der so in Deutschland nicht möglich ist (hab ich mal in der Schule gelernt auch hier keine genauen Daten...).
In Japan war es eine Naturkatastrophe gegen die NICHTS gefeit ist (eine Japanerin hat im Fernsehen mal gesagt, dass es seltsam ist, in einem Land zu leben, dass prozentual gesehen die meisten Erdbeben der Welt hat...und die meinsten AKWs).
Auch so ein Szenario ist in Deutschland sehr unwahrscheinlich aber nicht unmöglich.
Und dann noch was:
Das Endlagerproblem wird sich in den nächsten zigtausend (wahrscheinlich Millionen Jahren auch hier keine genauen Daten) nicht klären. Also hört bitte auf mit saubere Technologie.
Wenn in 2000 Jahren jmd. beim Weinkellerausheben auf 1000 saubere Fässer stößt wird er bestimmt anderer Meinung sein...
Ach und der Kastor (das eigentliche Thema..). Die Ursprüngliche Idee hinter den Protesten war (soweit ich weiß ), durch Blokaden den Transport so teuer zu machen, dass die Regierung ihn einstellt. Das haben Sie erreicht, die AKWs werden abgeschaltet. Deswegen kann ich die Brüder nicht so recht verstehen, warum die jetzt immer noch demonstrieren (mal abgesehen von den Radaubrüdern, die bloß kommen, um Randale zu machen...).
Fazit:
Atomstrom ist mitnichten sauber. Auch, dass er billig sei hat einer meiner Vorposter schon wiederlegt. Außerdem sind auch die Ressourcen nicht auf ewig verfügbar (Uran ist sehr selten und teuer so weit ich weiß...)
Meine Meinung war immer: Schaltet sie ab, sobald ihr eine vernünftige Alternative gefunden habt. Wir produzieren schon so lange Müll, dass es nicht auf die letzten paar Jahre ankommt. Nur aus Angst und Wählerjagd auf einmal zu reagieren ist finde ich auch nicht richtig. Und noch mehr CO2 kann auch nicht die Antwort sein.
Mehr erneuerbar Energien (es gibt sehr interessante Konzepte, die schon in naher Zukunft Energie billig und sauber gewinnen können) und vorallem die Erforschung der Kernfusion sind meiner Meinung nach die Antwort auf Energiehunger- und CO2 Probleme.
MFG
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Re: Castortransport und unsere Umwelt
Gepostet von Schwimmwühle , 05.12.11, 00:06
Hi,
naja das Atomstrom weder billig, sicher noch umweltfreundlich ist, sollte jedem ja eigentlich mitlerweile bekannt sein.
Und auch welche Biotope man mit Windrädern zerstört ist mir noch nicht so ganz klar geworden. Maritim sind sie eigentlich recht gute Riffe und auf dem Land stören sie vllt den ein oder anderen Einwohner, da er bei seinem Ausblick halt ein paar drehende Windräder sieht, aber mehr fällt mir dazu nicht ein....
Es wäre halt nur ein verbessertes Management der verfügbaren Energie notwendig und zusätzlich ein Ausbau der Überlandleitungen, aber es ist machbar.
MfG
Schwimmwühle
MfG
Schwimmwühle
Re: Castortransport und unsere Umwelt
Gepostet von Phillermann, 05.12.11, 00:28
N´Abend,
lustigerweise ist das größte Problem momentan, das Leitungsnetz nicht die Kraftwerke.
Überall wo neue Überlandleitungen geplant sind, bilden sich Aktivistengruppen, die das verhindern wollen (aber trotzdem bitte billigen Ökostrom).
Das ganze Thema ist sehr schwierig und viele Institute forschen daran, die Probleme zu lösen.
Atomkraft ist aber definitiv nicht die Lösung sondern ein Teil des Problems.
Bei den Windrädern stimme ich Schwimmwühle zu, hab auch gehört, dass die Offshore-Windparks sehr gute, künstliche Riffe darstellen.
MFG
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Re: Castortransport und unsere Umwelt
Gepostet von Sebastian, 05.12.11, 00:34
Hallo,
ich war dieses Jahr auch im Wendland beim Castortransport und habe dort eine sehr friedliche, konstruktive Stimmung erlebt. Mein Respekt an alle Aktivisten, die ihre Gesundheit und Ärger mit der Polizei riskieren, um den Castor so lange wie möglich aufzuhalten. Die einzige Chance die wir Bürger haben was gegen den Castor zu tun ist ihn so teuer wie möglich zu machen.
Der Anteil an Atomstrom in unserem Netz ist übrigens mittlerweile unter 20% gesunken, Tendenz weiter fallend. Es ist keine Frage, ob man Atomstrom durch regenerative Energien ersetzen kann, sondern wann. Atomenergie ist darüber hinaus alles andere als sauber. Fragt mal in den Ländern nach, die unter ganz üblen Bedingungen Uran-Bergbau betreiben (müssen). Außerdem können die Atomkraft-Befürworter ja auch mal bei den Japanern und Russen nachfragen, welche Kosten durch einen Super-GAU auf eine Volkswirtschaft zukommen. Dagegen sind die Kosten eines Castor-Transportes vernachlässigbar.
Es ist unfassbar, dass unser Staat damals in eine Energie eingestiegen ist, die a) nachweislich in Extermsituationen nicht beherrschbar ist und bei der b) die Frage der Endlagerung nichtmal ansatzweise geklärt ist. Dieses Handeln ist für mich unverantwortlich und stellt eine massive Gefährdung der Gesundheit der Bevölkerung dar. Dagegen müssen wir uns wehren!

Wer nicht mehr Monat für Monat durch seine Stromrechnung die Atomlobby subventionieren will, sollte sofort zu einem Ökostromanbieter wechseln. In Deutschland gibt es derzeit nur vier Anbieter von Ökostrom, die garantiert auf Atom- und Kohlestromverzichten und darüber hinaus keinerlei wirtschaftliche Verbindungen zu Atomstom-Konzernen unterhalten. Diese sind:
LichtBlick AG [link]
Naturstrom [link]
Greenpeace Energy [link]
EWS Schönau [link]
Diese Anbieter setzen sich darüber hinaus aktiv für den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland ein und sind heute kaum teuerer als die konventionellen Anbieter.
Mehr Infos zum Thema: [link]
_________________ Pure Vernunft darf niemals siegen!
Re: Castortransport und unsere Umwelt
Gepostet von Timo-NRW, 05.12.11, 09:06
Hallo,
ich möchte nur einmal kurz mich auch zu diesem Thema äußern...
Super das unsere AKW abgeschaltet sind; dass wir nun aber aus anderen noch unsichereren Ländern Atomstrom beziehen und dort neue AKW´s entstehen ist wohl der falsche Weg=unsere AKW´s hätten alleine aus dem Grund länger laufen müssen!
Atomstrom ist derzeit definitiv faktisch nicht zu ersetzen! Dabei geht es weniger darum, dass nicht die Leistung zur Verfügung stehen würde, sondern zum einen die Speicherkapazitäten nicht vorhanden sind (wie zum Beispiel in Österreich "Stausehen" mit Höhenunterschieden) und zum anderen unser Stromnetz nicht dafür ausgelegt ist.
Die AKW`s im Süden die jetzt weg sind haben den Süden versorgt. Jetzt kommt der Strom für den Süden aus den französichen AKW`s. Super Tausch! Es gibt derzeit KEINE Möglichkeit technisch, die Stromüberschüsse aus dem Norden in den Süden zu bekommen, deswegen wird der Ökostrom teilweise an andere Länder verschenkt.
Wenn wir einen harten Winter bekommen und die Kühlung in den französischen AKW´s wie im letzten Winter einfrieren und die dort die Leistung drosseln müssen, geht entweder in Frankreich wahrscheinlicher aber im Süden Deutschland das Licht und die Heizung aus!
Ich bin auch gegen Atomstrom, aber diese überhastete Abschaltung ist ein Witz. Sinnvoller Abschaltung über die nächsten 10 Jahre wäre sicherer und ökologisch sinnvoller gewesen!
Last but not least:
Die Ökobilanz von derzeit existenten Elektroautos ist ungünstiger als die von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Die Herstellung/Entsorgung der Batterien ist so negativ ökologisch gesehen, dass dieses aus meiner Sicht derzeit keinerlei Alternative darstellt. Wenn wir von heute auf morgen alle Neufahrzeuge auf Elektro umstellen würden, hätten wir spätestens in 5 Jahren eine solchen Müllberg von Altbatterien welchen keiner mehr händeln könnte!
_________________ Viele Grüße
Timo
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Re: Castortransport und unsere Umwelt
Gepostet von Sebastian, 05.12.11, 09:55
@Timo-NRW: Was du schreibst sind zum großen Teil Ammenmärchen. Die BILD-Zeitung ist seit einigen Monaten dabei, massiv Panikmache vor einer so genannten Stromlücke zu betreiben. Warum die BILD das tut, ob sie dabei beispielsweise von den Atomstromversorgern (gute Werbekunden!) beeinflusst wurde, möchte ich gar nicht diskutieren. Fakt ist, dass Strom heute ein Produkt ist, dass börslich an der European Energy Exchange in Leipzig gehandelt wird. Hier geht es um viel Geld. Gerade für AKW-Betreiber. Wegen der hohen Subventionsquote lässt sich Atomstrom für die Betreiber recht günstig herstellen und z.B. ins Ausland verkaufen. Deutschland ist nämlich ein Stromexportland. Große Mengen des in Deutschland produzierten Stromes werden an unsere Nachbarländer verkauft. 2010 hatten wir beispielsweise ein Stromhandelssaldo von +16,9 TWh. Durch den Atomausstieg wird dieser Exportüberschuss einfach geringer werden. Das ist zwar schade für die AKW-Betreiber, da sie sich keine goldene Nase verdienen, für die Stromversorgung in Deutschland hingegen - und da sind sich die seriösen Experten einig - besteht keine Gefahr. Selbst ohne den Neubau weiterer Kohlekraftwerke ist die Stromversorgung in Deutschland als gesichert anzusehen.
_________________ Pure Vernunft darf niemals siegen!
Re: Castortransport und unsere Umwelt
Re: Castortransport und unsere Umwelt
Gepostet von Phillermann, 05.12.11, 12:21
Grüß euch,
das sind auch Dinge die mich sehr stören. Mehr Kohle Kraftwerke um den Atomausstieg zu ermöglichen -> mehr CO2!!
Außerdem betreiben die Tschechen und Franzosen weiter ihre Kraftwerke, so das von einem Schutz für uns Deutsche vor GAUs (ich glaube darum hat die Regierung ja den Ausstieg beschlossen) keine Rede sein kann.
Ich erinnere mich an Demos und Proteste gegen ein Kraftwerk namens Temelin, dass mit einer Technik betrieben wird, die mit dem Tschernobil-Meiler verwandt ist und das nicht sehr weit weg von der deutschen Grenze in Tschechien steht.
Ich fühl mich auf jeden Fall kein bisschen sicherer als vor dem Ausstieg (wobei ich bei unseren Meilern zumindest keine Angst vor einem GAU hatte).
Es ist und bleibt ein Problem dieser Welt, dass der Energiehunger exponentiell anwächst. Wenn man sich Schwellenländer ansieht, sieht man sofort, dass sich das kaum ändern wird.
Leider steht beim masssiven Aufschwung der Umweltschutz häufig im Hintergrund (siehe 3-Schluchtendamm und co. ).
Die einzige Alternative zum Atomstrom ist vielerorts leider das Kohlekraftwerk, was wiederum CO2 emittiert.
(in Deutschland gibt es Offshore-Windparks u. Ä...leider fehlen, wie gesagt, die entspr. Leitungen um den Strom zu transportieren).
MFG
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Re: Castortransport und unsere Umwelt
Gepostet von sebastian919, 05.12.11, 18:54
Hallo,
ich kann mich Phillermann nur anschließen...
Das wir in Deutschland die Atomkraftwerke abschalten, wo man noch dazu sagen muss, dass es die sichersten in Europa sind, ist meines erachtens völliger Schwachsinn!!! Denn damit machen "wir" uns nur wieder abhängig von den restlichen Staaten um uns herum, wie z.B. Frankreich, von denen man sich den Atomstrom dann wieder teuer einkauft!
Ich möchte bitte nicht falsch verstanden werden, ich bin auf keinen Fall ein Befürworter des Atomstroms, nur es macht fast keinen Sinn, wenn Deutschland mal wieder den Vorreiter für alle anderen Länder spielt und am Ende nur wieder als "Depp" dasteht... 
Des weiteren möchte ich auch sehr lobende Worte gegenüber Sachsen-Anhalt aussprechen, die gerade im Bereich Solartechnik und Windkrafttechnisch gesehen Bundesweit vorn liegen. 
_________________ suche blaue-, weiße schwertträger und grasblättrigen Wasserschlauch ...
bis auf das bild ist mein 1. becken fertig, schauts euch an und sagt mir was euch gefällt/ verbesserungswürdig ist 
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Re: Castortransport und unsere Umwelt
Gepostet von tim, 05.12.11, 19:54
Hallo zusammen,
@Sebastian zum Thema deutsche AKW sind die sichersten, kann ich nur sagen wenn sie so sicher
wären wie die Betreiber es sagen dann hätten
wohl alle AKW den Stresstest bestanden und wären
wenigsten kurzfristig wieder angefahren. Aber die
alten AKW`s haben es wohl nicht geschafft.
Und es waren doch viele Meldepflichtige Störfälle
in den älteren Kraftwerken.
Gruß
_________________ Die Antwort ist 42. Die Frage muss noch formuliert werden.
Re: Castortransport und unsere Umwelt
Gepostet von Tina99, 05.12.11, 20:15
Ich schließe mich Sebastian komplett an.
Atomkraft ist einfach nicht beherrschbar und TÖDLICH.
Auch wenn viele sagen, in unseren Staaten ist es sicher: Menschliches Versagen ist niemals auszuschließen.
Es wäre besser für die gesamte Menschheit gewesen, wenn die Atomenergie niemals erfunden worden wäre.
Und die Atomlobby (auch die Erdöl- und Kohlelobby) plappert uns nur vor, dass wir ohne diese Energien nicht auskommen.
Das geht sehr wohl, nur wollen die Lobbys das verhindern, da sie ja dann kein Geld mehr scheffeln können.
Auch aus Erdöl und Kohle müssen wir aussteigen, da es bald nichts mehr davon gibt.Wir sollten also schon jetzt ohne diese Energien auskommen.
Und es gibt genug alternative Energien.
Allerdings produziert Photovoltaikstrom lang nicht soviel CO2 wie Atomstrom (auch wenn man die Herstellungsprozesse mitrechnet).
Selbstverständlich gibt es auch viele andere, schwerwiegende Probleme, aber früher oder später müssen wir sie alle lösen. Und wir müssen Jetzt anfangen und nicht immer nur alles aufschieben, wie es verschiedene Politiker so gerne tun.
Hier ist einmal eine CO2 Bilanz von verschiedenen Energien.
Da kann man erkennen, dass Atomstrom sehr wohl schädlich ist.
(Gramm erzeugtes CO2 pro Kilowattstunde Energie:
Wind:9-10
Photovoltaik:32
Atomkraft:1-288 (Beim Stromerzeugungsprozess produziert die Atomenergie tatsächlich sehr wenig CO2.
Aber der Abbau von Uran ist sehr CO2 intensiv.)
Und ich weiß nicht, was am Anblick von Windrädern so schlimm sein soll. Das sind nur faule Ausreden, die wahrscheinlich wieder von der Atomlobby kommen.
In Deutschland brauchen wir auch keine neuen Kohlekraftwerke zu bauen,denn wie Sebastian schon sagte, exportieren wir den Strom ohnehin nur.
Von unseren Nachbarländern geht allerdings weiterhin große Gefahr aus.Ich finde, dass ein mindestens Eu-weiter Ausstieg erfolgen sollte(was allerdings auch recht wenig ist, da von der Schweiz immer noch gefahr ausgeht).
Unsere tollen Politiker reden sich aber sicher damit heraus, dass wir unsere Milliarden in Griechenland pumpen müssen und kein Geld dafür haben und das man das erst 2100 oder irgendwas machen kann.
Das ist ein bisschen lange geworden, aber ich musste es mal loswerden.
_________________ Viele Grüße,
Tina
Mein Zwergfadenfisch-Aquarium ist jetzt zum Aquascape-Biotopaquarium Asiatischer Sommer geworden! Mit neuen Bildern und Besatz!
[link]
Habe immer Pflanzen und Schnecken abzugeben!
Aktuell:
Riesenwasserfreund
Zwergpfeilkraut
Javamoos
Riesenvallisnerie
Außerdem viele hübsche Posthornschnecken orange-braun.
Und Blasenschnecken.
Schreibt mir bei Interesse einfach.
Ich tausche auch gerne!
Re: Castortransport und unsere Umwelt
Gepostet von Sebastian, 05.12.11, 20:37
Tina99 schrieb am 05.12.11, 20:15:
Von unseren Nachbarländern geht allerdings weiterhin große Gefahr aus.Ich finde, dass ein mindestens Eu-weiter Ausstieg erfolgen sollte(was allerdings auch recht wenig ist, da von der Schweiz immer noch gefahr ausgeht).
Unsere tollen Politiker reden sich aber sicher damit heraus, dass wir unsere Milliarden in Griechenland pumpen müssen und kein Geld dafür haben und das man das erst 2100 oder irgendwas machen kann.
Das ist ein bisschen lange geworden, aber ich musste es mal loswerden.
Leider fährt die EU genau den falschen Weg. Statt erneuerbare Energien zu fördern, wurde kürzlich erst wieder ein Milliarden-Subventionspaket für die Atomlobby geschnürt: [link]
_________________ Pure Vernunft darf niemals siegen!
Re: Castortransport und unsere Umwelt
Gepostet von WasserFlo, 05.12.11, 20:46
Sebastian schrieb am 05.12.11, 20:37:
Leider fährt die EU genau den falschen Weg. Statt erneuerbare Energien zu fördern, wurde kürzlich erst wieder ein Milliarden-Subventionspaket für die Atomlobby geschnürt: [link]
Wo der Strom her kommt ist solange egal wie die Einstellung zur Natur so schlecht ist wie heute. Es gibt wesentlich wichtigere Baustellen die zum Naturschutz bearbeitet werden sollten. Katastrophen wie in Fukushima rollen das ganze nur wieder auf.
Klar ist Atomkraft scheiße, aber Staudämme wie das 3 Seen Projekt in China halte ich auf Dauer für gefährlicher 
_________________ Rio 180 Bilder und Vorstellung folgen
Re: Castortransport und unsere Umwelt
Gepostet von Schwimmwühle , 05.12.11, 21:54
WasserFlo schrieb am 05.12.11, 20:46:
Wo der Strom her kommt ist solange egal wie die Einstellung zur Natur so schlecht ist wie heute. Es gibt wesentlich wichtigere Baustellen die zum Naturschutz bearbeitet werden sollten. Katastrophen wie in Fukushima rollen das ganze nur wieder auf.
Klar ist Atomkraft scheiße, aber Staudämme wie das 3 Seen Projekt in China halte ich auf Dauer für gefährlicher 
Hi,
ja man kann sich natürlich auch immer die negativen Projekte rauspicken. in Deutschland ist nunmal fast jeder halbwegs große Fluss mit Kleinstkraftwerken ausgestattet und trotzdem entwickelt sich die Süßwasserflora und -fauna immer besser. Wir brauchen hier auch keine Megaprojekte, Windräder, Wasserkraftwerke und auch Gezeitenkraftwerke sind durchaus ausreichend. Man kann sogar so auf "Risikoenergieerzeugung" wie Erdwärme verzichten.
Würde man Atomenergie nicht mehr subventonieren, dann würde hier auch nicht mehr das Märchen vom billigen Strom kusieren
MfG
Schwimmwühle
Re: Castortransport und unsere Umwelt
Gepostet von woody2011, 05.12.11, 23:04
Hallo Zusammen,
die Problematik die ich an der ganzen Angelegenheit sehe ist die, dass wir in dem Atomstromdillemma mittendrin hängen, jetzt aber nach und nach versuchen müssen, dort wieder heraus zu kommen.
Die AKW's sind in der Welt. Bei erstmaliger Inbetriebnahme waren die Reaktoren das Nonplusultra der modernen Technik und die Dinger versprachen der duch sauren Regen geschundenen Welt erstmals einen Ausweg aus der "dreckigen" Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen.
Der Plan ist insoweit aufgegengen, als dass damals noch niemand die Tragweite eines Störfalles a'la Chernobyl und Fukushima absehen konnte (und die die es konnten, wollten nicht) und die Einen einfach nicht daran dachten, dass auch AKW's Abfall produzieren, und die Anderen sich dachten, dass sei ein Problem für die ferne Zukunft.
Jetzt stehen wir - wir alle - mit dem Problem da, dass wir die Reaktoren haben, mehr oder minder (noch) auf sie angewiesen sind und wir auch sehen müssen, wohin mit dem Müll. Vielfältige Auswege sind in Sicht, jedoch erst nach und nach und nicht Knall auf Fall.
Die nun von verschiedenen Stellen hochgekochten Probleme wie zu wenige Transferleitungen, das Horrorszenario der winterlichen Stromknappheit oder das Problem der Speicherung der regenerativen Energien für die Nacht (Solar) oder Windstille wird unsere Industrie, da sie hieran wieder Milliarden verdienen kann (und noch dazu wieder subventioniert wird), recht schnell in den Griff bekommen. Die AKW's können daher m. E. nach und nach abgeschaltet werden.
Die Tatsache, dass rings um uns herum ebenfalls noch diverse Staaten diverse AKW's platziert haben wird sich - wie es schon so oft war - voraussichtlich von selbst erledigen, wenn das europäische Ausland erkennt, dass man (mal wieder Deutschland als Vorreiter) es hinkriegen kann und selbst nachzieht. Kann eine Weile dauern, wird aber kommen.
Das eigentliche, nachhaltige Problem wird die Beseitigung des Atommülls sein. Zum Mond / zur Sonne schießen ist zum Glück zu teuer, massenweise in der Tiefsee versenken traut sich auch kein Staat der Welt. Irgendwann - wenn damit Geld verdient werden kann - wird die Industrie einen Weg finden, das Zeug abzubauen, aber bis dahin muss es irgendwo "sicher" eingelagert werden und zwar so, dass niemand dran kommt.
Dass es sicherlich nicht ideal ist, hierfür alte Stollen zu benutzen, dürfte uns allen klar sein. Auch eine Einlagerung direkt vor unserer Haustür ist sicherlich suboptimal - aber wir müssen hier den durch die vorhergehende Generation (und deren Idee der "sauberen" Energie) verursachten Müll wegräumen.
Daher MUSS vorerst eingelagert werden. Hieran führt kein Weg vorbei. Die bundesdeutschen Regierungen der jüngeren Vergangenheit haben sich hierbei nachhaltig u.a. für das "End"-lager Gorleben entschieden. Ebenfalls nicht gut, aber zur Zeit nicht vermeidbar, solange die aktuelle Art der Regierung (parteiübergreifend!) hier keine ernsthaften Alternativen sieht und / oder zulässt.
Gegen all diese Dinge kann / soll man demonstrieren, damit die "Regierigen" verstehen, dass eine andere Lösung gefunden werden muss! Die Art und Weise, wie diese Demonstrationen in den letzten Jahren jedoch immer wieder ausgelebt / zelebriert werden, ist m. E. nicht akzeptabel.
Wenn man durch Demonstrationen Menschenleben in Gefahr bringt (sei es duch Attackieren der Wachhabenden, Sabotage an Gleisen, etc.), hört der Spaß einfach auf. Seine politische Meinung zu vertreten ist eine Sache, sich selbst und andere zu gefährden eine andere - mal ganz abgesehen davon, dass solcherlei Aktionen tatsächlich Unsummen von Geldern verschlingen, die anderswo sicherlich besser eingesetzt werden könnten und ganz abgesehen davon, dass mal durch eine dumme Aktion - wenn auch nur durch Zufall - vielleicht auch mal so einen Castor reißt und sich die Strahlung über die Landschaft verteilt. Ich bin beileibe nicht für das Festhalten an Atomenergie, aber der Mist ist nunmal da und muss halt irgenwo hin. Wer die Sicherheit eines solchen Transportes ernsthaft gefährdet (ausdrücklich NICHT der Großteil der "normalen" Demonstranten), sollte hierfür m. E. auch finanziell und strafrechtlich voll zur Verantwortung gezogen werden.
Vielleicht nicht die Populärste Meinung hierzu, will auch keinem auf die Füße treten, sehe das aber so...
LG
_________________

Re: Castortransport und unsere Umwelt
Gepostet von cyclame, 05.12.11, 23:09
Hi,
schlussendlich werden wir bei dem Thema doch von vorne bis hinten vera*scht.
Es geht doch weder um den ach so bösen Atomstrom, noch um Katastrophenschutz. Es geht meiner Meinung nach um nichts anderes als Wählerstimmen.
Und die großen Konzerne haben ihre Schäflein ja längst im Trockenen.
Also ist es ja egal wo die Brennstäbe endgelagert werden. Man will alles nur so aufbauschen, dass man als "normaler" Mensch und Bürger bereitwillig gefügig bleibt. Und unsere Medien stürzen sich auf das Thema wie die Aasgeier.
Lobby ist eben alles.
_________________ Es gibt viel zu tun, warten wir bis morgen.
Gruß
Jan
Re: Castortransport und unsere Umwelt
Gepostet von Phillermann, 06.12.11, 00:12
N´Abend,
ich kann cyclame nur zustimmen. Es ist echt traurig, wie viel Macht Lobbyisten u. co. auf unsere Regierung haben.
Ich hab vor ner Weile ne schockierende Doku darüber gesehen, wer entschieden hat, welche Stollen für Endlager in Frage kommen.
Nicht etwa die Stollen, die eine Expertenkommission aus Wissenschaftlern empfohlen hatte, sondern ein Stollen, der in einer Region liegt, die der regierenden Partei am wenigsten Wählerstimmen kostet. Die Folgen davon sieht man jetzt.
Gorleben ist ungeeignet. Kein Wunder, denn die Kommission hatte Gorleben gar nicht auf ihrer Liste.
Das ist nur ein Beispiel für Geschichten, die man so nicht in einer "westlichen" Demokratie vermuten würde.
Ich bin irgendwie froh, dass nicht so bald wieder Wahlen sind.
Ich wüsste im Moment echt nicht wehn ich wählen sollte...
MFG
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