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Fische: Turmdeckelschnecke

Auf dieser Seite sehen Sie eine Beschreibung der Fischart "Turmdeckelschnecke". Fischarten können bei aqua4you von Mitgliedern der Community beschrieben werden. Das Copyright auf Text und Bild liegt - soweit nicht anders genannt - bei den jeweiligen Autoren. Aqua4you kann leider keinerlei Haftung für die fachliche Richtigkeit übernehmen!

Steckbrief

Erstmals zur Datenbank hinzugefügt von Segelkärpfling am 01.01.06.

Turmdeckelschnecke
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Turmdeckelschnecke

Beckenlänge:60 cm
PH-Wert:-
Wasserhärte:alkalisch
Temperatur:18-32°C
Name:Turmdeckelschnecke
Lat. Name:Melanoides tuberculata
Familie:Wirbellose / Amphibien
Herkunft:Neozon; ursprünglich Südostasien
Größe:2,5-4 cm
Ernährung:Futterreste, Algen und Pflanzenreste

Die Turmdeckelschnecke (TDS) ist ein lebendgebärendes Zwittertier und wird oft als "Regenwurm des Aquariums" bezeichnet.

Aussehen:
Sie trägt nicht die übliche runde Form eines Schneckenhauses, sondern ein spitzes sich nach hinten windendes immer enger werdendes Häuschen - eben wie ein Turm. Außerdem hat sie einen Deckel, den sie vor ihren "Hauseingang" legen kann.

Älteren Tieren, die in weicherem Wasser aufgewachsen sind fehlt die Spitze des Hauses. Dies beeinträchtigt die Tiere jedoch nicht.

Das Schneckenhaus ist meist sandbeige bis braun gefärbt, durchzogen von braun(roten) Linien oder Flecken, wobei diese bei sehr dunkelbraun bis schwarz gefärbten Gehäusen nicht mehr sichtbar sind.

Der Kopf der Schnecke ist im aktiven Zustand rüsselartig vorgestreckt. Die Augen sitzen an der Spitze der dünnen Fühler.

Wasserwerte:
Die TDS ist sehr tolerant gegenüber den Wasserwerten. Sie kommt daher sowohl mit sehr weichem als auch mit hartem Wasser gut und hinsichtlich des ph-Wertes ab 5 bis 8,5 zurecht.

Verhalten/Nutzen:
Wie bereits oben genannt, wir die TDS auch als "Regenwurm des Aquariums" bezeichnet. Dies liegt vor allem daran, dass die TDS meist nachts (meine TDS sind aber z.B. auch tagsüber unterwegs) im Bodengrund auf Nahrungssuche geht. Dabei lockert sie den Bodengrund auf, verhindert so Verhärtungen sowie Ablagerungen und vermischt so die verschiedenen Schichten. Auf diese Weise wird der Boden mit Sauerstoff und die Wurzel der Pflanzen mit Nährstoffen versorgt.

Nahrung:
TDS ernähren sich ausschließlich von Pflanzen- und Futterresten (auch Aas, Mulm), so dass eine zusätzliche Fütterung nicht notwendig ist. An die Bepflanzung selbst vergreift sich die TDS jedoch nicht. In Aufzuchtsbecken sind die TDS nicht gern gesehen, da nicht auszuschließen ist, dass sie sich über den Laich der Zuchttiere hermachen.

TDS als "Frühwarner":
Da TDS Lungenatmer (haben aber trotzdem Kiemen) sind benötigen sie viel Sauerstoff, den sie über die Kiemen aufnehmen. Ist der Sauerstoffgehalt im Wasser zu gering, kommen die TDS aus dem Kies hervor und kriechen an die Wasseroberfläche. Sollte man eine solche "Völkerwanderung" (vor allem auch tagsüber) einmal sehen, müssen sofort die Alarmglocken läuten, denn dann weiß man, dass etwas nicht in Ordnung ist. Somit kann man die TDS auch als "Frühwarnsignal" sehen.

Fortpflanzung:
TDS sind getrenntgeschlechtlich angelegt vermehren sich jedoch fast ausschließlich parthenogenetisch = die Weibchen vermehren sich ohne Befruchtung und die Nachkommen sind genetisch identisch mit dem Muttertier. Diese parthenogenetisch entstandenen Jungtiere sind dabei (da ja Klone des Muttertieres) wiederum nur Weibchen.

Weiterhin als Besonderheit ist anzumerken, dass die TDS vivipar sind, d. h. dass die Embryonen zunächst in den Brutbeutel im "Nacken" des Muttertieres gelangen und schlüpfen dort aus ihren winzigen Eiern. Während ihrer gesamten Entwicklung verbleiben die Embryonen dort und werden als "fertige" TDS samt Gehäuse geboren. Es können sich bis zu 70 Jungtiere gleichzeitig und unabhängig von der Jahreszeit im Brutbeutel befinden. Bevorzugter Geburtstermin ist bald nach einem Wasserwechsel, sofern sich ein TWW-Rhythmus bereits eingepegelt hat.

Bildquelle:

Das Bild basiert auf einem Bild aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist der Urheber des Bildes verfügbar. Direktlink zum Bild in der Wikipedia: [link]


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Versionen und Autoren

Folgende Community-Mitglieder haben bisher an dieser Beschreibung mitgearbeitet:

Kommentare

Hier können Community-Mitglieder Kommentare verfassen.

Kommentar

» Gepostet von Segelkärpfling, 13.09.09, 23:59

Hi,
der Steckbrief wurde von knutschi83 überarbeitet.
Venezuela kann nicht sein, es gibt zwar eine Turmdeckelschneckenart aus Venezuela, aber das ist nicht diese.
"Malaiische TDS" ist an sich auch nicht richtig, sie wird auch oft "Indische TDS" genannt. Ich persönlich nenne diese Schnecke nur Turmdeckelschnecke.
Sie kommt aus dem südostasiatischen Raum, durch die Aquaristik gibt es sie aber auch schon auf anderen Kontinenten wildlebend.

_________________
Bild [link] Rio Tocantins
Ancistrus sp. L 156, Atya gabonensis, Brochis splendens und Satanoperca jurupari.
Bild [link] Südamerika
Chaetostoma cf. milesi, Corydoras paleatus und Hyphessobrycon megalopterus
Bild [link] None-Tech
Macropodus opercularis und Tanichthys albonubes.
Bild Und natürlich das Garnelenbecken: [link] (NEUE BILDER! 29.10.)
Ich bin ein Freund von Onkel Gockel [link] und Tante Edith [link] Bild


Kommentar

» Gepostet von Lensen, 13.09.09, 22:57

Hey Segelkärpfling,
Zuerst möchte ich sagen, dass mir dein Artikel sehr gefällt. Er ist sehr ausführlich und gleichzeitig leicht verständlich und informativ.
Nun habe ich jedoch eine kleine Frage bzw. Bemerkung. Du bezeichnest die Art mit ihrem deutschen Namen "Malaiische Turmdeckelschnecke", aber unter Herkunft gibst du "Venezuela" an. Mich würde in diesem Zusammenhang interessieren, wo diese Art nun ursprünglich beheimatet ist.

Mit freundlichen Grüßen,
Lensen


Plage

» Gepostet von Jessy, 14.07.09, 15:17

Ich habe die TDS unfreiwillig mit einer Fuhre neuer Pflanzen bekommen und habe jetzt eine riesen Plage in allen meinen Aquarien, außer im Garnelenbecken.
Wie werde ich sie wieder los???
So viele Raubschnecken, anzuschaffen wäre verdammt teuer, genau wie einen Kuckuckswels zu kaufen.
Schneckengift schadet meinen anderen Wirbesllosen und in die Schneckenfallen schwimmen leider auch kleinere Fische rein, dabei sind mir auch schonmal welche gestorben.
Ich hoffe mir kann da einer helfen :uh: !!!

Wer möchte kann natürlich auch welche haben :lol:

_________________
Meine Fische sind wie meine Babies!!!

Hier könnt ihr ihr zu Hause ansehen :-)
Mein buntes Durcheinander:
[link]
Mein Molchbecken:
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Mein Zwergkrallenfroschbecken:
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Kommentar

» Gepostet von wassertropfen, 09.08.08, 22:59

auch ich bin halter von tds und muss zugeben das sie ihre "arbeit" sehr ernst nehmen und wirklich fleißige tiere sind!
gerade in den frühen abendstunden kann ich meine tds sehr gut beim herumwandern im aquarium betrachten.
ich möchte sie nichtmehr missen wollen.
das einzige, was mir bisher auffiel, sie lösen die stecklinge der wasserpflanzen (sofern diese noch nicht fest verwurzelt sind) so das ich die stecklinge jeden morgen aufs neue einsetzen darf. aber wenn man weiß das diese tiere wirklich eine sehr gute aufgabe im aq übernehmen (umgraben/auflockern des bodengrundes), ist das einsetzen der stecklinge wirklich das allerkleinste übel! :wink:

_________________
die ersten neuen bildchen von meinem neu eingerichteten becken sind da. :)
[link]

Bild
Bild
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Kommentar

» Gepostet von M&M, 10.07.07, 13:19

also kann sich eine schnecke vermehren ????


Ja ;)

_________________
Besucht doch mal meine Homepage
[link] :wink:


Zwitter????

» Gepostet von Tommy, 02.01.07, 18:09

also kann sich eine schnecke vermehren ????


doch

» Gepostet von baerwurzl, 08.12.06, 10:23

also die Schnecke ist ein Zwitte rund kann sich alleine Fortpflanzen

Bei Schnecken isses meist so: entweder hast zu wenig oder viel zu viele...

abgeben ist eine Möglichkeit...TDS nehmen recht viele sehr gerne an...

_________________
Bye Benny
_____________________________
Mein 480L Südamerikabecken: [link]
Mein L134-Artenbecken:[link]
Mein Ringelhandgarnelenbecken [link]
_____________________________


re

» Gepostet von Segelkärpfling, 19.08.06, 01:48

Bei einer ganz sicher nicht, aber wenn es zweo oder mehr sind, kann das schonmal zu Problemen führen

_________________
Bild [link] Rio Tocantins
Ancistrus sp. L 156, Atya gabonensis, Brochis splendens und Satanoperca jurupari.
Bild [link] Südamerika
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Bild Und natürlich das Garnelenbecken: [link] (NEUE BILDER! 29.10.)
Ich bin ein Freund von Onkel Gockel [link] und Tante Edith [link] Bild


Zwitter?

» Gepostet von CapSteff, 31.05.06, 13:59

Wie verhindert man die Vermehrung? Es sollen ja wenige bleiben und nicht immer mehr werden. Wenn ich jetzt eine rein tue, habe ich dann bald zwanzig?


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