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Zucht | 05.03.09

Nachzucht von Schmetterlingsbuntbarschen

Hallo Liebe Leser!
Ich möchte ihnen heute etwas über die Zucht von ramirezis erzählen.

Ein Artikel von aquakollege.

Nachzucht von Schmetterlingsbuntbarschen
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Ein Pärchen bei der Brutpflege

Die Nachzucht von Schmetterlingsbuntbarschen gestaltet sich mit ein wenig Geschick relativ einfach.
Es gibt zwei Arten diese Barschart Nachzuzüchten. Eine Art der Aufzucht ist dabei einfacher als die andere, aber hat auch einen entscheidenden Nachteil.

Zuerst die künstliche Aufzucht:

Man nimmt direkt nach dem Ablaichen die Eier heraus und legt sie ein eigenes Becken mit fast reinem Osmosewasser (Härte ca. 3°dGH). Das Becken sollte einen Schwammfilter und einen Heizstab besitzen.
Die Larven fallen dann nach dem schlüpfen auf den Boden des Beckens und liegen dort bis sie den Dottersack aufgebraucht haben. Später beginnen sie dann aufzuschwimmen. Dann zieht man dort die Larven mit Lebendfutter oder anderen Futtersorten, wie Artemia-Nauplien, groß. wenn sie groß genug sind, kann man sie in eine größeres Becken umsetzten.

Diese Zuchtart hat jedoch einen entscheidenden Nachteil: die Nachzuchten können das natürliche Brutverhalten leider nur mehr schwer erlernen. Aber wenn man es unbedingt einmal schaffen will, dann ist diese Variante sicherlich die erste Wahl.

So hab ich es einmal künstlich versucht:

Bild


Nun zur zweiten Art: Das natürliche Brutverhalten:

Dieses Verhalten der Schmetterlingsbuntbarsche ist bei Massenzuchten eher selten, da sie wie auf den oben genannten Weg aufgezogen werden. Man sollte jedoch aufpassen, dass man das ablaichende Pärchen zuvor in ein eingenes Becken setzt, damit Fressfeinde die Eier nicht als Beute sehen können. Die Aufzucht erfolgt dann quasi von selbst, da alles das Elternpärchen erledigt.
Ich bevorzuge generell die natürliche Variante.
Die Jungen schlüpfen nach ca. 3-4 Tagen und werden dann von den Eltern ins Maul genommen und zum Beispiel an eine Scheibe "gespuckt". Dort hängen die Jungen dann solange bis sie den Dottersack aufgebraucht haben (nach ca. 4 Tagen). Sobald der Dottersack aufgebraucht ist, sollte man beginnen sie zu füttern. Danach lernen sie zu schwimmen, wenn sie das einigermasen erlernt haben und sie den Schwarm verlassen, dann schwimmt ein Elternteil sofort hinterher und spuckt es zurück in den Schwarm. Nach ungefähr einem Monat sind die Schmetterlingsbuntbarsche dann Geschlechtsreif und suchen einen Partner.

So sollte es, wenn möglich, aussehen:

Bild



VIEL SPAß BEIM ZÜCHTEN!



Das Züchten von Artemia-Nauplien:
Diese Zucht ist für jeden Leien schaffbar. Man muss nur ein glas nehmen, 20g pro Liter und stellt den Auszug einer Membranpumpe in das Glas. Mit dieser Methode schlüpfen die Eier nach ca. 25h bei 25°C.

Bildquelle: aquakollege

Durchschnittliche Bewertung: 8.0 von 10 Punkten - 1 Stimmen

Kommentare

Hier können Community-Mitglieder Kommentare verfassen.

Kommentar

» Gepostet von chris33, 10.10.10, 20:45

wirklich super Artikel, hoffe meine Schmetterlinsbuntbarsche vermehren sich :grins:

_________________
mein Aquarium: [link]
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Kommentar

» Gepostet von Jann Schlaudraff, 18.11.09, 14:53

künstlich erbrütete Jungen die Brutpflege nicht erlernern


Heißt das, dass künstlich aufgezogene jungtiere sich nicht vermehren?

_________________
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» Gepostet von Kampffischi, 05.04.09, 10:17

Hallo,

super Artikel!

@Blacky: es spricht nichts gegen künstliche Aufzuchten, die Fische zeigen auch keine Verhaltensänderung garnichts auser man zieht brutpflegende Arten künstlich auf! denn da kann es zu Problemen kommen wenn diese Fische selber Nachwuchs beckommen! ich möchte dir ein Beispiel geben von dem ich am häufigsten gehört habe und auch selber erlebt!
und zwar hatten wir früher als ich noch 8 Jahre war ein schönes großes Aquarium das wir leider weggeben mussten und in diesem Aquarium hatten wir eben Skalare, die künstlich aufgezogen waren. denn ein Beckannter zog damals alles künstlich auf was es nur gab! es hat sich dan ein Paar gebildet und wir gaben die anderen ab. Als sich die Beiden nun paarten sah alles noch gut und schön aus doch noch am selben Tag frasen sie die Eier wieder, denn sie haben es nie gelernt. Kleine Fischlarven beckommen die Brutpflege noch in den Eiern mit und dadurch lernen sie schon von klein auf wie es geht! gut die ersten verpaarungen gehen da auch nie gut denn nur übung macht den Meister! aber unsere haben glaub ich 10 Versuche gebraucht bis sie endlich Junge durgebracht hatten! und dann kamen bei jedem gelege ein paar durch, die wir dan abgaben!

und so ist es bei fast allen brutpflegenden Arten! ich habe auch mal Antennenwelse künstlich aufgezogen weil bei uns alle Kleinen dauernd aufgefressen wurden aber ich bin eher der Fan von der natürlichen Aufzucht! denn da zeigen dich oft Verhaltensweisen die man oft nie zu gesicht beckommt und wenn man den eltern das gelege wegnimmt sind sie traurig und suchen immer wieder die Stelle auf wo das Gelege war! ohne Scherz das war so bei meinem A-Wels!

sorry jetz hab ich schon wieder so viel geschrieben!

Lg.Bernhard

_________________
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten! grins

Bitte alle Becken kommentieren! Ich möchte wissen was ihr von meinen Aquarien haltet^^

Killibecken 60er -> [link]


Kommentar

» Gepostet von aquakollege, 07.03.09, 19:20

Hab übrigens den Artikel ein bisschen erweitert!

_________________
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Deforestation [link]


Kommentar

» Gepostet von Blacky, 05.03.09, 17:03

Hallo,
schön getippt :wink:
aber mir fehlt da noch ein wenig das Pro und Contra (sind die einen aufgezogenen Jungtiere vitaler, mehr Nachzuchten etc.). Auch ein paar Hintergrundinformationen mehr wären interessant, wann die Larven schlüpfen, ab dem wievielten Tag sie angefüttert werden können usw.

Interessant wäre sicher auch warum künstlich erbrütete Jungen die Brutpflege nicht erlernern, man muss ja nicht ganz ins Detail gehen, aber es werden ja 100 von Zierfischen künstlich erbrütet, ohne dass irgendwelche Verhaltenstörungen bekannt sind.


Kommentar

» Gepostet von Segelkrpfling, 05.03.09, 16:49

Hi,
füttern muss man sie aber so und so ;) Es sei denn es handelt sich um ein Becken mit Detritus und Kleinstlebewesen ohne Ende.


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