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Allgemeines zur Haltung (Bsp. Molly)

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Pfad zum Thread: Forum-Übersicht » Fische » Thread #16203

Allgemeines zur Haltung (Bsp. Molly)

 Gepostet von Swimmingpool, 14.03.09, 18:06

Hallo.


Ich habe gerade aus Langeweile den Threat zum Thema KuFi und Anfängerfisch gelesen.

Da viel mir wieder auf, dass immer noch Mollys in Süßwasser gehalten werden und das dazu noch mit gutem Gewissen.

Mich wundert da die Scheinheiligkeit ungemein.
Wenn jemand Skalare, die nix anderes sind als komisch gewachsene Buntbarsche, wie Diskus auch, in weniger als 50cm Höhe oder bei einem Ph-Wert nur 0.05 über dem "Soll" halten möchte, dann geht hier der Punk ab und die militanten Tierschützer drohen am liebsten schon mit Anzeige.

Das kann doch nicht sein, dass man Mollys als Anfängerfisch für Süßwasser duldet, mit der Begründung "... sei in Süßwasser gezüchtet" aber bei anderen Fischen wird sofort die Moralkeule ausgepackt.

Wer Mollys halten möchte oder hält, der soll sich ein Brackwasserbecken einrichten und mal schauen was aus den kleinen 8cm Tieren dann wird mit der Zeit.
Ich hatte mal versch. Mollys, erst in SW. Kein Problem, die wuchsen, vermehrten sich, keine Krüppel, nix. Dann aber wurde mir mehrfach gesagt, ich soll das Becken mal umstellen auf Brackwasser. Was dann draus wird ist erstaunlich: wesentlich größer, langlebiger, keine Anfälligkeiten für Krankheiten, Pilze, sonstiges.

Über solche Dinge sollte man sich meiner Meinung nach mal ein wenig Gedanken machen und nicht nur auf die Fehler anderer schauen, sondern mal vor der eigenen Haustüre kehren.

_________________
Gruß aus dem Süden,
Andreas


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Re: Allgemeines zur Haltung (Bsp. Molly)

 Gepostet von Moona, 14.03.09, 18:11

Hallo, finde die Belehrung gut, hätte man aber auch ein wenig freundlicher machen können. Meine Meinung ist: jeder sollte sich vorher sowieso über die Fische informieren die er später halten will.. aber was so mancher in seinem Becken hat da kanns der S.. grausen... lg

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Re: Allgemeines zur Haltung (Bsp. Molly)

 Gepostet von broncolaine, 14.03.09, 18:57

Hi Andreas,

wenn Du uns jetzt noch was über die eingesetzte Salzkonzentration verraten würdest!


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Re: Allgemeines zur Haltung (Bsp. Molly)

 Gepostet von Swimmingpool, 14.03.09, 19:00

Hi.

Gute Frage
Das ist schon Jahre her und sollte im Schnitt (wir wissen ja, dass die Salzkonz. beim Brackwasser variieren soll) bei rund 10g/L gelegen haben.
Zumindest wenn ich dran denke was ich an Salz benötigt habe.

Also kein EL/100l sondern wirklich kaum mehr was für reine SW-Fische.

_________________
Gruß aus dem Süden,
Andreas


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Re: Allgemeines zur Haltung (Bsp. Molly)

 Gepostet von Blacky, 14.03.09, 19:42

Hallo,
die ganzen Mollyzuchtformen sind noch nicht so "Verinzüchtet" wie die ganzen Guppys im Handel und noch wesentlich robuster. Somit können die eben auch das Süßwasser ganz gut ab. Wie du schon erwähnt hast, vermehren sie sich auch rasch in Sw und verrecken auch nicht reihenweise. Ich hatte Mollys auch einige Zeit in Süßwasser ohne Probleme, die kamen aus dem überfüllten Becken meines Kumpels. Nun warum sollte ich da was ändern, mir sagt ja auch keiner "Mollys sofort ins Brackwasser" mit einer vernünftigen Argumentation, ausser dass der Onkel vom Cousin eines Freundes mal in einem Buch sowas gelesen hat.

Das keine Krankheiten mit der Aufsalzung auftreten ist nicht unbedingt verwunderlich, Salz ist ja ohnehin gut geeignet um ein paar Parasiten zu bekämpfen. Mein Schulfreund hatte mal beim Wasserwechsel nicht aufgepasst und einen neugierigen Molly eingesaugt, der hat bei der Aktion einen großteil seiner Schuppen verloren. Er hat dann erstmal in Panik bei mir angerufen, ich hab ihm erstmal zu Salz geraten. So schwamm der Molly 3-4 Wochen in einem Eimer mit einer Priese Salz und regenerierte völlig. Es ist echt erstaunlich wie wirkungsvoll Salz bei Krankheiten wirkt, meine recht zierlichen und empfindlichen Schwarzschwingenbeilbäuche habe ich damit auch Gesund gekriegt, nach 3 Tagen keine Verpilzungen mehr.
Die Salzkonzentration spielt da natürlich auch eine Rolle, aber mit ganz wenig Salz erreicht man schon mehr als mit dem Malachit aus der Tetraverpackung.

Kreuzungen mit Brackwasserbewohnenden Arten, die es leider gibt, sind sicher auf etwas Salz angewiesen. Anders sehe ich dass bei Tieren die im Bach neben an ausgesetzt wurden aus irgend einem überfüllten Anfängeraquarium. Die bilden Populationen für sich und schaffen es auch ohne Salz und Verkrüppelungen zu überleben.
In Südfrankreich habe ich zufällig auch in einer Brunnen/Teichanlge eines Gartens eine sehr große Menge Mollys entdeckt, die meisten waren Jungtiere, aber auch einige sehr große Weibchen waren darunter. Der größere Brunnen, eigentlich schon eher ein Teich, bestand nur aus einer Blätterschicht und einer sehr großen Seerose, am Rand war noch etwas Schilf. Ein paar Frösche waren auch da, der Teich lag in der prallen Sonne und die Mollys waren recht aktiv. Ich habe versucht mit einem Glas (nunja eigentlich war ich nur bei meiner Tante eine Woche zu besuch und durfte die üblichen Sehenswürdigkeiten abklappern, bei einem Museum war halt dieser Wunderschöne Garten dabei) ein paar zu erwischen, dabei ging mir nur ein Männchen "ins Glas". Leider konnte ich davon kein Bild machen wegen der Rundungen des Glases, aber mit 4 cm war es noch recht klein, der Körperbau gehörte aber eindeutig zu keinem Guppy, die Fäbrung war gräulich mit einem leicht grünlichen Schimmer. Kann sein dass das jetzt keine echte Mollys waren, aber was ich damit ausdrücken wollte ist, dass diese Tiere auch eine gewisse Anpassungsfähigkeit haben. Ansonsten würden sie kaum solche "Gesunde" Populationen in heimischen (wärmeren) Gewässern bilden, die zwar farblich nicht mit den ganzen Zuchtformen mithalten können, aber Biotopbedingt auch sehr robust sind. Da kommen natürlich auch noch andere Faktoren ins Spiel (Futter, Wasserqualität etc.) aber das eine wiegt ja nicht das andere aus.

Wir hatten hier auch neulich einen Thread über Platys, die anscheinend Weichwassernachzuchten waren. Als ihm dann geraten wurde ein wenig mit Mineralsalz "rumzuprobieren", war der Threadersteller erstaunt wie vital und Farbig die Platys plötzlich wurden. Was den üblichen Lebendgebärenden (also Platy, Molly, Guppy, Schwertträger), einfach fehlt sind oft Minerale im Aquariumwasser. Diese fügt man nun mit dem Salz, je nachdem Meeres oder z.B. Preis Mineralsalz, zu.
Ich würde jetzt noch keine Aussage in Richtung "Molly muss ins Brackwasser ja/nein" treffen. Interessant wäre in diesem Fall zu wissen, ob es ausreicht dieses Mineralsalz (womit man kein Brackwasser schafft) zu verwenden oder ob man wirklich Brackwasser für die Pflege braucht. Pauschaul ist es jedenfalls nicht verkehrt, sie in härterem Wasser zu pflegen.


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Re: Allgemeines zur Haltung (Bsp. Molly)

 Gepostet von Swimmingpool, 14.03.09, 20:37

Hallo Pierre.

Du erwähnst ja als Bsp. die Züchterei mit Inzucht, Hochzucht, ...

Wieso nur wird nun als Bsp. jedem, der Diskus halten möchte immer wieder die alte Predigt vom Weichwasser gepredigt, wenn es scheinbar doch möglich ist die auf hartes Wasser zu biegen, so wie es möglich ist Fische, die aus Küstengewässern kommen auf SW zu biegen?

Kann das sein?
Kann ich einen Fisch, der als König der Süßwasserfische gilt nicht auf hartes Wasser trimmen, aber einen 08/15 Fisch auf SW, der eigentlich eher im Brack zu finden ist?

Was wäre, wenn ich meine Diskus und Skalare nun mal ihren Laich ausbrüten lassen würde, bzw.die geschlüpften nicht heraus nehmen würde. Und diese dann als an Ph 7.2 gewöhnt hier anpreisen würde?
Wäre ich dann eher der 1. Klasse Züchter, der es nun jedem 08/15 Aquarianer ermöglicht in Leitungswasser Diskus zu halten, oder wäre ich dann ein Tierquäler, der einfach Glück hat, dass sich die wunderschönen Tiere bei ihm durchsetzen?

Oder sind die günstigen Fische da einfach härter im nehmen?

Übrigens kann man relativ leicht die Infos finden, dass die Mollys eigentlich nicht aus reinem SW kommen.
Klar sind die Krüppel aus dem Zoohandel genetisch degeneriert, aber ob das als Ausrede reichen kann oder soll?

Dann lassen wir ja einfach Wabenschilder in 200l Becken, weil die sich der Größe anpassen wie sich Mollys ans SW anpassen?
Oder macht es einen Unterschied wenn ich einen Fisch nicht artgerecht halte, was sich optisch (mangelnde Größe) sofort zeigt oder ich den halte und man es nicht gleich sieht?

Die Unterschiede merkt man dummerweise erst im direkten Vergleich. Kennt man die Fische nur aus dem aktuellen Medium, dann weiß man nicht was wäre, wenn die in ein anderes kämen.
Bsp.: ich halte meine Monodactylus argenteus bei momentan 30g/L Salz. Also eigentlich recht knapp am MW vorbei. Ein Bekannter hat seine (gleicher Import wie meine) bei nur rund 5g/L. Becken ähnlich groß, Futter kaufen wir beim gleichen Händler auch das gleiche.
Meine sind leuchtend gelb, strahlend silber.
Seine sind halt silber, der Glanz fehlt, das gelb ist eher pastel als grell leuchtend. ABER: seine sind nicht krank, fressen wie meine, schwimmen wie meine. Sehen aus, als müssten die so sein.
Der Unterschied kam ihm erst als er meine nach langer Zeit und massivem Aufsalzen wieder gesehen hat.

PS: 4cm sind für einen Guppy-WF M keine kleine Größe, sondern fast normal. Größer werden nur die Krüppel der Züchter.

_________________
Gruß aus dem Süden,
Andreas


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Re: Allgemeines zur Haltung (Bsp. Molly)

 Gepostet von joe, 14.03.09, 22:10

Mich wundert etwas der arrogante Ton in deiner Aussage.
Extrem unfreundlich und überheblich. Soll Deine Beschreibung von Skalaren und Diskus witzig sein ?
Ich habe lange keine Negativbewertung mehr vergeben,könnte mich aber eventuell zu einer solchen hinreißen lassen.

_________________
jk


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Re: Allgemeines zur Haltung (Bsp. Molly)

 Gepostet von Blacky, 14.03.09, 22:11

Hallo,
Der Diskus benützt im Gegensatz zu den Mollys seine Hautschichten um die Ernährung seines Nachwuchses sicher zustellen, wie du ja sicher weisst. Dadurch ist er krankheitsanfälliger bei einer hohen Keimdichte, wie wir sie im Aquarium antreffen. Nun kommt aber auch der Punkt, dass in saurem Wasser die Keimdichte viel geringer ist, was dem Diskus natürlich entgegen kommt(da er sich ja in der Natur an solche Gewässer angepasst hat). Der Molly hingegen hat sich abgesehen von der Fähigkeit, lebend zu gebären, nicht auf derartige Weise spezialisiert- die Äusseren Hautschichten dienen bei ihm weiterhin zur Abwehr von Schädlingen.

Nun Anpassung ist ein etwas oberflächlicher Begriff, aber man muss hier unterscheiden. Was ich hier meine- Der Molly passt sich nicht an die Beckengröße an, sondern an seinen Lebensraum generell. Das heißt an die Wasserwerte, an die Futterverfügbarkeit etc. Also sozusagen die Evolution. Dass kann man natürlich nicht so einfach herzüchten und fertig isses. Die haben sich ja nicht innerhalb von ein paar Tagen angepasst.

Ich sehe die ganze Sache so- wenn man die Mollys aus einem Teich oder soetwas entnimmt, würde ich die Wasserwerte in etwa die des Teiches einstellen und wenn die halt eher in Richtung weich gehen? Wir machen ja nichts anderes mit Fische aus Schwarzwasserbächen=saures Torfwasser. Wenn man Wildfänge hat die auch nachweislich aus Brackwassergebieten kommen, dann panscht man halt mit Salz. Aber geplante "Weichwassernachzuchten", also nicht durch Zufall in weich Wasser vermehrte Mollys, ist für mich nur Gottspielerei. Man persönlich hätte es ja auch am liebsten, dass alle Fische zum Leitungswasser passen, aber man hat auch Verantwortung gegenüber den Tieren. Solche Tiere sollte man dann auch nicht kaufen!

Ich habe mich gerade eben auch gefragt- Geht es dem Fisch unbedingt besser, wenn er richtig stark leuchtet? Was ist mit L70, einem eher gräulichen Harnischwels der sich in Schrecksituationen stark blau färbt? Du hast es aber auch schon gesagt, durch direktes Vergleichen und Erfahrungsaustausch kann man da differnzieren.

Also somit schlußendlich ganz einfach. Ausprobieren, was am besten passt, mit anderen Vergleichen und dann diese Erfahrung weitergeben, aber nicht verallgemeinern, sondern die wichtigsten Punkte und Randdaten aufzählen und den ein oder anderem Verdächtigen mal fragen ob er dass aus eigenen Erfahrungen weiss oder nur abgeschrieben hat.

Anfangs sollte man sich an die Werte vom Züchter/Händler halten und wenn man dann einen gesicherten Bestand hat, kann man es auch mal mit Mineral oder normalen Salz probieren.
Bei Fischen denen eine so große Bandbreite an Verträglichkeit nachgesagt wird muss man einfach austesten was am besten geht, da kann man sich nicht an die Werte halten von einem der 600km weit Weg wohnt, die Fische von einem völlig anderen Züchter bekommen hat und auch andere Wasserwerte aus der Leitung hat.
Manch einer wird ja noch Beifische haben die höhere Salzkonzentrationen nicht vertragen, aber der hätte sich dann halt auch keine Mollys holen dürfen, ohne zu wissen welche Bedingungen er erfüllen muss dass sie sich am wohsten fühlen.


Übrigens war hier von einem Molly Männchen die Rede und aufgrund der Tatsache dass ich die anderen nur von oben betrachten konnte (bezüglich des Größenvergleichs) und ich die Größe des Tieres im Glas auch nur schätzen konnte sind da immer 1 cm+/- .


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Re: Allgemeines zur Haltung (Bsp. Molly)

 Gepostet von Swimmingpool, 14.03.09, 22:18

Nein, ich meine das mit den ganz gewöhnlichen, komisch geformten Buntbarschen ernst. Denn mehr sind das nicht. Es sind keine besonderen, keine extrem schwer zu haltenden oder sonst wie besondere Fische. Die werden nur dazu gemacht von irgendwelchen Leuten. Macht für mich keinen Unterschied ob das Skalare, Diskus, N. festae, oder sonst welche Barsche oder barschartige sind.

Du kannst mir gern eine neg. Bewertung geben.
Ich weiß nicht was mir eine positive, eine Negative oder sonstige Bewertung bringt.
Auch das Punktesystem interessiert mich eigentlich eher weniger bis gar nicht. Ich schreibe nur wenn ich möchte. Ob es dafür pos. oder neg. Bewertungen gibt interessiert mich soviel wie der berühmte Sack Reis: GAR NICHT!


@ Pierre: Schon klar mit der Ernährung der Jungfische. Darum ging es nicht. Sondern um die Anpassung an die Lebensumstände, Wasserwerte/-parameter.

Wieso aber kann sich nun ein Molly oder auch anderer Fisch so schnell innerhalb weniger Generationen anpassen, während es die x-te Zuchtgeneration anderer Fische nicht können sollte?

Warum ist es genau besser das Medium, in welchen der Fisch lebt zu ändern als ihn in 10cm zu wenig Höhe zu halten?
Ist es besser die Organfunktionen zu beeinflussen durch fehlendes bzw. vorhandenes Salz im Wasser als die Größe durch zu wenig Platz zu beeinflussen?

Wir sehen einen 30cm Wabi, der nicht wachsen kann, weil er zu wenig Platz hat, aber wir sehen nicht, wie ein Fisch zu kämpfen hat, wenn der Salzgehalt nicht passt.


Zum Thema Licht: hast du Recht, wahrscheinlich sind 99% aller AQs bis 1500L zu stark beleuchtet, weil man versucht Pflanzen im AQ zu halten, weil es halt so schön ausschaut. Dummerweise leben viele Fische in Flüssen/Seen, in denen es wenige bis keine Pflanzen hat, das Wasser trüb ist, ... Aber solange es dem Beobachter zusagt, ist es so schon richtig.
Als Tipp mal die Seite von Andreas Stelzig. Dort hat es NATURNAHE AQs größerer Bauweise. So sollte es aussehen und keine Pflanzendschungel mit Dauerbestrahlung.
[link]

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Gruß aus dem Süden,
Andreas


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Re: Allgemeines zur Haltung (Bsp. Molly)

 Gepostet von Mud, 14.03.09, 23:09

Zum Thema Licht: hast du Recht, wahrscheinlich sind 99% aller AQs bis 1500L zu stark beleuchtet, weil man versucht Pflanzen im AQ zu halten, weil es halt so schön ausschaut. Dummerweise leben viele Fische in Flüssen/Seen, in denen es wenige bis keine Pflanzen hat, das Wasser trüb ist, ... Aber solange es dem Beobachter zusagt, ist es so schon richtig.
Als Tipp mal die Seite von Andreas Stelzig. Dort hat es NATURNAHE AQs größerer Bauweise. So sollte es aussehen und keine Pflanzendschungel mit Dauerbestrahlung.
[link]



Meiner Meinung nach sollte auch die Bepflanzung an die Fische angepasst sein. Wenn Fische in Orten vorkommen wo kaum Pflanzen sind oder garkeine sollte man dies natürlich berücksichtigen. Und auf der anderen Seite dafür Sorgen das Fische aus "WWasserdschungeln" dieses auch im Aquarium haben.

Auch find ich, darf man eines nicht vergessen: In der Natur hat der Fisch nicht 4 Glasscheiben um sich und ist eigentlich dauernd dem Stress ausgesetzt in dem Menschen da rumwuseln... Meine Meinung^^


ps: tolle beiträge von euch beiden (blacky & pool (= )

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Re: Allgemeines zur Haltung (Bsp. Molly)

 Gepostet von Swimmingpool, 14.03.09, 23:27

Hast du Recht.

Leider liest man aber oft den Spruch: "Pflanzen sind die Lunge des Aquariums".
Was oftmals dazu beiträgt möglichst viele Pflanzen zu halten. Dies wiederum erfordert eine starke Beleuchtung.
Was einige Fische, dann unter Stress setzt, sie zum verstecken treibt, ...

Trifft nicht auf alle zu, das ist klar, aber man sieht wirklich selten mal ein AQ mit wenig Licht, viel Wurzeln, nicht mehrfach gefiltertem, UV-geklärtem Wasser.

Dies aber ist eigentlich ebenso Grundlage wir Beckengröße, Vergesellschaftung, ... Wird aber wie mir scheint oft dem Empfinden der Betrachter untergeordnet: schaut komisch aus so ohne was Grünes, also kann es kaum sein.

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Gruß aus dem Süden,
Andreas


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Re: Allgemeines zur Haltung (Bsp. Molly)

 Gepostet von Bize, 14.03.09, 23:28

Hallo Andreas!

Ich einigen Punkten geb ich dir hier schon recht.

Aber was mich im Augenblick mehr interessiert: Ist dir eine Laus über die Leber gelaufen oder warum diese aggressive und wütende Ausdrucksweise? So kenn ich dich nicht. Ist hier im Forum was vorgefallen?

Jürgen

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Re: Allgemeines zur Haltung (Bsp. Molly)

 Gepostet von Swimmingpool, 15.03.09, 00:04

Hallo Jürgen.

Mich regt es nur massiv auf, wenn auf Leute eingedroschen wird weil lt. irgendwelchen schlauen Tabellen 10cm Länge beim Becken fehlen, aber man dann stillschweigend hinnimmt, dass Fische zwar in großen Becken aber im "falschen" Wasser gehalten werden.

Was Fische tun müssen, die im falschen Wasser leben kann per Google zum Thema Bullenhaie und Flüsse gesucht werden. Diese Meeresbewohner schwimmen weit in Flüsse hinein auf der Suche nach Futter. Dort gehen die ja logischerweise in reines SW. Dies muss dann vom Körper durch hohen Energieaufwand kompensiert werden (das fehlende Salz im SW).
Ähnliches gilt für atlantische Rochen, die vom MW ins SW gehen.

Vergleichbar denke ich mit dem Aufenthalt eines Mitteleuropäers in 7000m Höhe. Leben können wir mangels Sauerstoff aber nicht besser/leichter als hier (ja, ich weiß der Vergleich hinkt aber zur Veranschaulichung, der entstehenden Anstrengung durch nicht opt. "Medium";)

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Gruß aus dem Süden,
Andreas


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Re: Allgemeines zur Haltung (Bsp. Molly)

 Gepostet von Segelkärpfling, 15.03.09, 04:40

Swimmingpool schrieb am 14.03.09, 22:18:
Nein, ich meine das mit den ganz gewöhnlichen, komisch geformten Buntbarschen ernst. Denn mehr sind das nicht. Es sind keine besonderen, keine extrem schwer zu haltenden oder sonst wie besondere Fische. Die werden nur dazu gemacht von irgendwelchen Leuten. Macht für mich keinen Unterschied ob das Skalare, Diskus, N. festae, oder sonst welche Barsche oder barschartige sind.


Hi,
das so leicht auszudrücken find ich gefährlich. Im Vergleich zu anderen Buntbarschen sind Skalare und Diskus wirklich nichts besonderes, da gibt es wesentlich ausgefallenere Formen, aber ganz für sich sind sie es - genauso wie der Molly.
Die Evolution hat zwei Erfolgsrezepte,
zum Einen die Anpassung, wie wir es bei Skalar und Diskus sehen. Beide leben in weichen Gewässern mit säuerlichem Wasser, bedingt durch ihre Körperform sind sie keine Schnellwasser-Fische sondern Räuber, die sich im Wurzeldickicht des Uferbereiches aufhalten und mit ihrer Zeichnung perfekt angepasst sind. Sie gehören in dieses Biotop und in kein anderes, geht das Biotop zugrunde werden auch sie aussterben.
Zum anderen nichtangepassten Allrounder. Man sieht das recht schön bei einigen Fischarten aus Mittelamerika. Wechselnde Wasserwerte zwingen diese Fische sich auf alles Mögliche einzustellen. Darin liegt auch das Erfolgsrezept der Lebendgebärenden. Während sich ihr Verwandter das Vierauge perfekt an ein Leben im oberen Brackwasserbereich angepasst hat und nicht anders kann, kommen Spiegel-, Spitzmaulkärpfling und andere in Mittelamerika fast überall vor. Die meisten Poecilia und Xiphophorus sind Fischarten, die nunmal erfolgreich durch ihre Anpassung sind, die Tatsache der lebenden Geburten macht beide Elternteile mobil, eine Brutpflege entfällt, gespeiherter Samen ermöglicht es einem Weibchen fernab von der Heimat ohne Männchen eine neue Population hervorzubringen, nahezu egal in welchem Wasser (Guppies gibt es ohne menschliches Zutun auch im nördlichen Südamerika in Weichwasser).

Das ist der Grund warum ich das für gefährlich halte Skalar/Diskus mit Molly in einen Topf zu werfen - wäre das gleiche wie Eisvogel (Spezialist) mit Sperling (Opportunist).
Aber trotzdem will ich dir zustimmen, es ist nur logisch, dass sich Mollies in Gewässern wohler fühlen, die denen ähnlich sind, in denen sie sich ursprünglich mal entwickelt haben.

Mud schrieb am 14.03.09, 23:09:
Meiner Meinung nach sollte auch die Bepflanzung an die Fische angepasst sein. Wenn Fische in Orten vorkommen wo kaum Pflanzen sind oder garkeine sollte man dies natürlich berücksichtigen. Und auf der anderen Seite dafür Sorgen das Fische aus "WWasserdschungeln" dieses auch im Aquarium haben.


Das find ich auch zu allgemein ausgedrückt. Pflanzen haben unbestritten positive Einflüsse auf die Wasserchemie, deswegen sehe ich nicht ein, warum man darauf verzichten soll, wenn ein Einsatz dieser möglich ist. Es ist klar, dass sich in Rochen-Becken keine untergetauchten Pflanzen halten lassen werden, aber es gibt auch Schwimmpflanzen die mit wenig Licht zurechtkommen oder Zimmerpflanzen (z.B. Efeutute, Einblatt, Fensterblatt), die mit den Wurzeln im Wasser hängend, wahre Nitratsauger sind.

Swimmingpool schrieb am 14.03.09, 23:27:
Leider liest man aber oft den Spruch: "Pflanzen sind die Lunge des Aquariums".
Was oftmals dazu beiträgt möglichst viele Pflanzen zu halten. Dies wiederum erfordert eine starke Beleuchtung.
Was einige Fische, dann unter Stress setzt, sie zum verstecken treibt, ...

Trifft nicht auf alle zu, das ist klar, aber man sieht wirklich selten mal ein AQ mit wenig Licht, viel Wurzeln, nicht mehrfach gefiltertem, UV-geklärtem Wasser.

Dies aber ist eigentlich ebenso Grundlage wir Beckengröße, Vergesellschaftung, ... Wird aber wie mir scheint oft dem Empfinden der Betrachter untergeordnet: schaut komisch aus so ohne was Grünes, also kann es kaum sein.


Licht ist wirklich eine sehr individuelle Sache, ich sehe manchmal Becken mit L-Welsen die ich schlichtweg grell beleuchtet bezeichnen würde und mich wundere warum es die Welse offenbar nicht stört. Wie dem auch sei...
Man kann auch beides haben, Pflanzen und fischtaugliches Licht, so z.B. in meinem 540er-Aquarium, da ist es stellenweise so dunkel, dass man die Fische gar nicht sehen kann, nur ein paar Stellen sind besser beleuchtet, damit die wenigen untergetauchten Pflanzen auch etwas Licht bekommen, der Rest der Bepflanzung ist emers. Das hat eine konstant gute Wasserqualität und zudem eine angenehme Abschattung des Bodens zur Folge.

Swimmingpool schrieb am 15.03.09, 00:04:
Mich regt es nur massiv auf, wenn auf Leute eingedroschen wird weil lt. irgendwelchen schlauen Tabellen 10cm Länge beim Becken fehlen, aber man dann stillschweigend hinnimmt, dass Fische zwar in großen Becken aber im "falschen" Wasser gehalten werden.


Richtig, aber der Fisch wächst nur optimal wenn beide Punkte stimmen, ist das Becken zu klein kommt es zu Kümmerwuchs, stimmt das Wasser beeinflusst der Dauerstress ebenso das Wachstum (und natürlich die Gesundheit). Beide Punkte sind m.E. gleich wichtig.
Bei großen Becken habe ich eigentlich nie Lust zu meckern, da sich dort oft dermaßene Fischmengen befinden, dass jeder Vorschlag der Optimierung vom Besitzer als persönliche Beleidigung aufgefasst werden könnte.

Vergleichbar denke ich mit dem Aufenthalt eines Mitteleuropäers in 7000m Höhe. Leben können wir mangels Sauerstoff aber nicht besser/leichter als hier (ja, ich weiß der Vergleich hinkt aber zur Veranschaulichung, der entstehenden Anstrengung durch nicht opt. "Medium";)


Erinnert mich an Guppy-Neon-Vergesellschaftung im Wasserwert-Grenzbereich - sicherlich für beide nicht angenehm, aber der Guppy (sagen wir mal Rückzüchtung oder Endler... überzüchtete sind ja anfälliger als Neons) steckt es dank besser Anpassungsfähigkeit in der Regel besser weg.


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Re: Allgemeines zur Haltung (Bsp. Molly)

 Gepostet von Blacky, 15.03.09, 11:39

Hallo,
Und genau diese weite (natürliche!) Verbreitung macht eine Allgemeine Aussage so schwierig, da sie ja nicht nur in Brackwasser vorkommen.

Man muss nichtmal die ausgesetzten Fische anschauen, die natürliche Verbreitung alleine zeigt ja schon die Anpassbarkeit an die Umgebung. Nehmen wir da zum Beispiel Poecilia mexicana, auch ein Molly, den man in einem Bach (als einzigst dort lebender Fisch) mit 34-60°C Wassertemperatur und (zumindest für mich) hohem Leitwert von 1400µS/cm nachgewiesen hat. Im Aquarium wurden sie dann bei 500µS/cm gepflegt, die Temperatur war natürlich deutlich tiefer als im natürlichen Habitat. Laut Autor blieben die mitgebrachten Exemplare (Jungfische) kleiner als die Poecilia die sie in diesem Bach beobachtet haben, vermehrten sich aber problemlos. Wären die mitgebrachten Jungtiere so groß wie ihre Verwandten geworden, hätte man sie bei härterem Wasser gepflegt?
Hier kommen dann Faktoren wie Futter, Wasserqualität (Nitratbelastung?) noch dazu, aber man muss die relativ hohe Temperatur bedenken, die hat da aufgrund des schnelleren Stoffwechsels sicher Einfluß darauf.


@ Pierre: Schon klar mit der Ernährung der Jungfische. Darum ging es nicht. Sondern um die Anpassung an die Lebensumstände, Wasserwerte/-parameter.



Genau dass ist es ja. Der Fisch hat sich an die Wasserparameter (geringe Keimdichte, (auch) resultierend aus dem niedrigen Ph-wert) angepasst und da er kaum Keime abzuwehren braucht, hat der Diskus daraus einen Vorteil ziehen können und eben diese Brutpflegemethode "entwickelt". Im Gegensatz zu den Mollys ist er aber nicht so mobil, um mal an Segels Text anzuknüpfen, sich auf andere Parameter einzustellen.

vielleicht äussert sich ja Dennis Furmanek dazu noch, dem sein Steckenpferd sind ja mittelamerikanische Fische und er weiss da mehr, auf seiner Homepage steht dazu ja auch sehr interessantes... [link]


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Re: Allgemeines zur Haltung (Bsp. Molly)

 Gepostet von Mud, 15.03.09, 11:51

Mud schrieb am 14.03.09, 23:09:
Meiner Meinung nach sollte auch die Bepflanzung an die Fische angepasst sein. Wenn Fische in Orten vorkommen wo kaum Pflanzen sind oder garkeine sollte man dies natürlich berücksichtigen. Und auf der anderen Seite dafür Sorgen das Fische aus "WWasserdschungeln" dieses auch im Aquarium haben.


Das find ich auch zu allgemein ausgedrückt. Pflanzen haben unbestritten positive Einflüsse auf die Wasserchemie, deswegen sehe ich nicht ein, warum man darauf verzichten soll, wenn ein Einsatz dieser möglich ist. Es ist klar, dass sich in Rochen-Becken keine untergetauchten Pflanzen halten lassen werden, aber es gibt auch Schwimmpflanzen die mit wenig Licht zurechtkommen oder Zimmerpflanzen (z.B. Efeutute, Einblatt, Fensterblatt), die mit den Wurzeln im Wasser hängend, wahre Nitratsauger sind.



Heyho, also der Meinung bin ich nicht, den wenn ein Fisch aus einer Gegend kommt in der keine Pflanzen im Wasser sind (und solche Gegenden gibt es ja) würde ich in dem Becken auch keine Pflanzen einsetzen. Klar sind Pflanzen wichtig, allerdings ist mir Biotopähnlichkeit wichtiger^^

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Re: Allgemeines zur Haltung (Bsp. Molly)

 Gepostet von Blacky, 15.03.09, 12:02

Mud schrieb am 15.03.09, 11:51:

Heyho, also der Meinung bin ich nicht, den wenn ein Fisch aus einer Gegend kommt in der keine Pflanzen im Wasser sind (und solche Gegenden gibt es ja) würde ich in dem Becken auch keine Pflanzen einsetzen. Klar sind Pflanzen wichtig, allerdings ist mir Biotopähnlichkeit wichtiger^^



Dafür gibt es aber emerse Vegetation, die mit ihren Wurzeln dem Wasser die Nährstoffe entziehen und teilweise mit den Blättern reinhängen. In dem Beschriebenen Bach mit dem warmen Wasser gibt es auch keine aquatische Vegetation (ausser Algen?), aber aussen rum ists grün 8)

Das lässt sich auch nachbilden...


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Re: Allgemeines zur Haltung (Bsp. Molly)

 Gepostet von Mud, 15.03.09, 12:16

Blacky schrieb am 15.03.09, 12:02:


Dafür gibt es aber emerse Vegetation, die mit ihren Wurzeln dem Wasser die Nährstoffe entziehen und teilweise mit den Blättern reinhängen. In dem Beschriebenen Bach mit dem warmen Wasser gibt es auch keine aquatische Vegetation, aber aussen rum ists grün 8)

Das lässt sich auch nachbilden...



ja ok ich meinte nur die aquaristische bepflanzung, aber ja sollte man dann eig machen (=

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Re: Allgemeines zur Haltung (Bsp. Molly)

 Gepostet von joe, 15.03.09, 13:40

Keine starren Regeln bei Mollies!

Ich habe Poecilia shenops (Stammform unserer Mollies)in den Bayous (Sümpfen) von Louisiana gesehen, in der Nähe von New Orleans. Sie leben da in fast jeder Wasseransammlung,bis ins sogenannte Marschland hinein.
Die Gewässer sind teils brackig, teils nicht. Beachtenswert ist, dass die Temperaturen in dieser Gegend im Winter schon mal deutlich unter 10 Grad gehen können. Fazit: Die Naturform des Black Mollies ist eine robuste und sehr anpassungsfähige Art, die nichts mit den empfindlichen und überzüchteten Aquarienmollies zu tun hat. Gruss, Joe

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Re: Allgemeines zur Haltung (Bsp. Molly)

 Gepostet von Dennis Furmanek, 17.03.09, 00:35

Hallo,

Üblicherweise werden drei Arten von Mollies im Handel angeboten: Poecilia sphenops, Poecilia latipinna und P. velifera. Die verschiedenen Zuchtformen sind mitunter Hybriden von P. sphenops und P. latipinna. Darüber hinaus gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Arten, die aber sehr selten im Handel angeboten werden.
Neben Wildformen von P. sphenops sind das z.B. P. mexicana oder P. caucana, die man hin und wieder findet.

Die handeslüblichen Mollies, also Black Molly, Silbermolly, Dalmatinermolly, Goldmolly etc. entsprechen im Habitus entweder P. latipinna (Männchen mit großer Rückenflosse, Weibchen mit langgezogener Rückenflosse) oder P. sphenops (sowohl Männchen als auch Weibchen mit kleiner, runder Rückenflosse). P. velifera ist deutlich von diesen zu unterscheiden. Neben der Wildform, bei der die Weibchen olivgrün-grau sind und die Männchen eine sehr große, segelartige Rückenflosse mit Glanzpunkten sowie eine orange, bei dominanten Männchen nahezu goldene, Kehle und Brust haben, wird auch eine ganz orange, amelanistische ("Albino";) Form mit roten Augen angeboten.

Im Gegensastz zu P. latipinna benötigt P. sphenops keinen Salzzusatz, kann in weichem Wasser aber kränkeln.
P. sphenops ist aber deutlich wärmebedürftiger als P. latipinna.

P. velifera ist ebenfalls wärmeliebend, Temperatur dauerhaft um 28°C. Zudem ist ein leichter Salzzusatz (2-5 g/l) bei dieser Art durchaus angebracht.

Ich habe Poecilia shenops (Stammform unserer Mollies)in den Bayous (Sümpfen) von Louisiana gesehen,



Sicher dass es sich nicht um Poecilia latipinna handelt?
Die Art kommt im Gegensatz zu P. sphenops nämlich dort vor.

Gruß,
Dennis

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Re: Allgemeines zur Haltung (Bsp. Molly)

 Gepostet von joe, 17.03.09, 08:08

Absolut sicher bin ich nicht, weil ich die Tiere ja nur aus einiger Entfernung von oben gesehen habe. Das ändert aber an meiner Grundaussage über die Anpassungsfähigkeit der Molly - Arten nichts. Gruss, Joe

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jk


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Re: Allgemeines zur Haltung (Bsp. Molly)

 Gepostet von Dennis Furmanek, 17.03.09, 11:01

Hallo,

Das ändert aber an meiner Grundaussage über die Anpassungsfähigkeit der Molly - Arten nichts.



Nur, dass die verschiedenen Molly-Arten unterschiedlich anpassungsfähig sind und unterschiedliche Präferenzen bei Temperatur, Salzgehalt etc. haben.

Gruß,
Dennis

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Forum Übersicht » Fische » Allgemeines zur Haltung (Bsp. Molly)

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