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Fische: Gabelschwanz-Blauauge

Auf dieser Seite sehen Sie eine Beschreibung der Fischart "Gabelschwanz-Blauauge". Fischarten können bei aqua4you von Mitgliedern der Community beschrieben werden. Das Copyright auf Text und Bild liegt - soweit nicht anders genannt - bei den jeweiligen Autoren. Aqua4you kann leider keinerlei Haftung für die fachliche Richtigkeit übernehmen!

Steckbrief

Erstmals zur Datenbank hinzugefügt von greenbeer66 am 25.07.06.

Gabelschwanz-Blauauge
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Gabelschwanz-Blauauge

Beckenlänge:60 cm
PH-Wert:7,5
Wasserhärte:KH: 8°; GH: egal
Temperatur:>24° C
Name:Gabelschwanz-Blauauge
Wiss. Name:Pseudomugil furcatus
Familie:hrenfischartige
Herkunft:Afrika, Australien
Größe:4-6 cm
Ernährung:omnivor

Bis vor wenigen Jahren, genauer bis 1989, gehörten diese Fische noch zu den Regenbogenfischen (Fam. Melanotaenidae) und wurden dann von Saeed, Ivantsoff und Allen in eine eigene Familie (Pseudomugilidae) überstellt. In dieser Familie existieren die Gattungen Pseudomugil mit 15 Arten, Kiunga mit 2 Arten und Scaturiginichtys mit 1 Art.

Der englischen Bezeichnung "blue eye" folgend werden sie im Deutschen mit dem Trivialnamen "Blauauge" bezeichnet. Tatsächlich haben sie auch im Gegensatz zu den Regenbogenfischen blaue Augen.

Ps. furcatus wurde zuerst von NICHOLS im Jahre 1955 beschrieben und nach zeitweiligem "Verschwinden" 1981 im Musa River wiederentdeckt. Er stammt somit aus dem Südosten von Papua-Neuguinea. Der Artname bezieht sich auf die tief eingeschnittene, also gegabelte Schwanzflosse. Der Eindruck der Gabelung wird durch die Zeichnung noch verstärkt. Die Körperfärbung ist überwiegend gelb mit leicht rötlicher Kehle. Sehr schöne Bilder gibt es unter folgenden Links zu sehen, die ich zusammen mit dem Buch "Blauaugen und Regenbogenfische" von Hans J. Mayland auch als Quellen benutzt habe: [link] - [link]

Der Fisch wird etwa 6cm groß, wobei die Weibchen kleiner bleiben. Am wohlsten fühlt er sich im Schwarm, d.h. ab 8 Tieren aufwärts. Aufgrund der geringen Größe reicht zur Haltung eines kleinen Schwarms ein Becken von 60cm Länge aus, wobei natürlich hier auch wieder der Grundsatz gilt: Je größer das Becken, desto einfacher zu pflegen.

Pseudomugile mögen generell härteres, neutrales bis leicht alkalisches Wasser. Da die Wildpopulationen bis in die Mündungsgebiete ihrer Heimatflüsse vordringen und teilweise sogar in reinem Salzwasser gefunden werden, kann man ruhig etwas Salz hinzugeben bzw. kann bei evtl. auftretenden Krankheiten ruhigen Gewissens eine Salzkur machen.

Zur Zucht benötigen die Fische ein feinfiedriges Laichsubstrat wie Cabomba und Javamoos. Auch Laichmops aus Synthetik(!)fäden an einem Styrodurblock schwimmend werden angenommen (echte Woll- oder Baumwollfäden können Rückstände von Chemikalien enthalten und vergammeln u.U. im Wasser). Da sie Dauerlaicher sind, d.h. über mehrere Tage hinweg immer wieder kleinere Mengen Eier ablegen, sollte man mehrere Portionen Laichsubstrat parat halten, um die Gelege in ein Aufzuchtbecken überführen und somit dem Zugriff der evtl. laichräuberischen Eltern oder Mitbewohner entziehen zu können. Diese Zuchtmethode ist für die Eltern stressfreier als das Umsetzen ins Aufzuchtbecken und das Wiedereinfangen nach dem Laichen.

Die Aufzucht der Larven ist insofern schwierig, als sie sehr winzig sind und entsprechend winziges Futter brauchen. Selbst frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien können schon zu groß sein. Hier helfen nur Infusorien und anderes einzelliges Lebendfutter oder Staubfutter. Zur Filterung empfiehlt sich ein Hamburger Mattenfilter, um die winzigen Larven nicht zu gefährden.

Lebendfutter ist für Ps.furcatus unbedingt notwendig, muss aber der geringen Größe der Fische angepasst sein. Tubifex und die meisten im Handel erhältlichen Mückenlarven sind viel zu groß. Besser geeignet sind Artemia-Nauplien, kleine Wasserflöhe und Cyclops, die man aufgrund ihrer räuberischen Lebensweise aber nicht an ganz junge Fische verfüttern sollte. Sie könnten sonst leicht selbst zum Futter werden. Es ist darauf zu achten, die Tiere nicht zu viel zu füttern, damit 1. das Wasser nicht zu sehr belastet wird (Blauaugen reagieren sehr empfindlich auch auf geringste Verunreinigungen durch Nitrit und Nitrat) und sie 2. nicht zu fett werden. Verschiedentlich wird empfohlen, erwachsene (!) Blauaugen nur alle 2 Tage zu füttern.

Bei der Vergesellschaftung der Blauaugen muss natürlich auf die passende größe und die Wasserwerte der Arten geachtet werden. Am Besten ist es, Fische mit der selben Herkunft zu nehmen, wie andere Blauaugenarten oder kleine Regenbogenfische wie Iriatherina werneri. Lebendgebärende haben zwar ähnlich Ansprüche an die Wasserwerte, sind aber nicht zu empfehlen, weil sie größer sind und teilweise recht ruppig mit ihren Mitbewohnern umgehen, vor allem bei der Fütterung. Zur Zucht empfiehlt sich natürlich ein Artenbecken.

An den Bodengrund stellen sie keine besonderen Ansprüche. Sie kommen in Gewässern mit Sand, Kies oder sogar reinem Felsgrund vor. Das Becken sollte im hinteren Bereich dicht bepflanzt sein, um den Fischen Rückzugs- und Laichmöglichkeiten zu bieten. Vorn sollte aber genügend freier Schwimmraum zur Verfügung stehen, da sie gern und aktiv schwimmen. Eine stärkere Strömung wird bevorzugt, da sie in freier Natur vor allem in Fließgewässern anzutreffen sind. Das ist insofern vorteilhaft, als man im Hinblick auf ihre Intoleranz Verschmutzungen gegenüber einen leistungsfähigen Außenfilter braucht.

Quellen:
"Blauaugen und Regenbogenfische", Hans J. Mayland, Dähne Verlag, 2000
[link]
[link]

FdM

Fischart des Monats
Diese Beschreibung wurde im Juni 2011 als Fischart des Monats ausgezeichnet. [Zum Archiv]

Bildquelle: Myriam Grenzendorf

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Versionen und Autoren

Folgende Community-Mitglieder haben bisher an dieser Beschreibung mitgearbeitet:

  • 04.10.07, 16:31: Sebastian (Wasserwerte)
  • 09.09.07, 17:26: Sebastian (zu Ährenfischen verschoben)
  • 01.09.07, 02:08: Sebastian (Neues Bild, dt. Name geändert)
  • 01.09.07, 02:07: Sebastian (Bild gelöscht)
  • 30.08.07, 13:32: Sebastian (Bild erg.)
  • 30.08.07, 13:31: Sebastian (Bild gelöscht)
  • 10.06.07, 20:12: guppymama (Komplett-Update)
  • 25.07.06, 15:45: greenbeer66 (Fischart neu hinzugefügt)

Kommentare

Hier können Community-Mitglieder Kommentare verfassen.

Neues Foto!

» Gepostet von guppymama, 01.09.07, 09:40

So, mit diesem Bild kann man doch was anfangen! Danke, Myriam (bisher kein Mitglied der Community).

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Liebe Grüße, Angela

Bild


Bild

» Gepostet von greenbeer66, 26.11.06, 12:08

Sonst gibts noch das aus der Wikipedia: [link]

_________________
LG, Christopher
_______________________
Bewertet wenn ihr Lust und Zeit habt! [link]

Geophagus laichen ständig... :)


das foto!!!!

» Gepostet von l..l, 26.11.06, 11:05

also das fote könnte eindeutig besser sein

_________________
Mfg l.ö.l


Bildquelle

» Gepostet von greenbeer66, 05.09.06, 18:26

Das ist praktisch ein Foto von einem Foto...
Ich habs von nem Foto einer normalen Kamera, mit der Digicam fotografiert!

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LG, Christopher
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Bewertet wenn ihr Lust und Zeit habt! [link]

Geophagus laichen ständig... :)


Bildquelle

» Gepostet von Sebastian, 04.09.06, 21:43

Bitte näher erläutern!

Danke.

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18.06.19 | 07:07 Uhr

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