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Fische: Grundelbuntbarsch/ Löwenkopfbuntbarsch

Auf dieser Seite sehen Sie eine Beschreibung der Fischart "Grundelbuntbarsch/ Löwenkopfbuntbarsch". Fischarten können bei aqua4you von Mitgliedern der Community beschrieben werden. Das Copyright auf Text und Bild liegt - soweit nicht anders genannt - bei den jeweiligen Autoren. Aqua4you kann leider keinerlei Haftung für die fachliche Richtigkeit übernehmen!

Steckbrief

Erstmals zur Datenbank hinzugefügt von Mopani am 20.09.09.

Grundelbuntbarsch/ Löwenkopfbuntbarsch
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Grundelbuntbarsch/ Löwenkopfbuntbarsch

Beckenlänge:100 cm
PH-Wert:6,0 - 7,5
Wasserhärte:5-19° dGH
Temperatur:21-27° C
Name:Grundelbuntbarsch/ Löwenkopfbuntbarsch
Wiss. Name:Steatocranus tinanti
Familie:Cichliden / Buntbarsche
Herkunft:Westafrika
Größe:m: 12 - 13 / w: 10 cm
Ernährung:Kunst-, Lebend- und Frostfutter

Liebe Leser!
Mit seinem markantem Kopf und seiner starken Anpassung an sein Herkunftsbiotop wirkt der Löwenkopfcichlide recht interessant. Seinen "Bruder", den Buckelkopfbuntbarsch (Steatocranus casuarius [link] ) kennt jeder.
Genau wie dieser toleriert auch Steatocranus tinanti so ziemlich jedes gesunde Wasser und schätzt viele Verstecke.

Herkunft:
Die sympathischen Charaktertiere sind in einem recht unwirtlich wirkenden Biotop zu Hause: den Stromschnellen des Kongo in den gleichnamigen Staaten.
Er ist der wohl am schnellsten an das schnellströmende Wasser angepasste Buntbarsch von dort, wie seine reduzierte Schwimmblase und sein flacher, langgestreckter Körper beweisen.
Geographisch kann man das gar nicht mal so kleine Verbreitungsgebiet in Westafrika oder Zentralafrika grob verzeichnen.
Wissenschaftlich stammt diese Art aus der Gattung Steatocranus,welche den Buntbarschen (Cichliden) angehört.
Seit der Beschreibung durch Poll im Jahre 1939 haben die Tiere ihre Namen gewechselt: mal wurden sie den Gattungen Gobiochromis, mal Leptotilapia zugeordnet...

Beschreibung:
Wie ihre Verwandten weisen die Löwenköpfe eine blau-graue Färbung auf, die von Tier zu Tier einen anderen Ton zeigen kann.
Zwar nicht so sehr wie ein Chamäleon, doch etwas können auch diese Tiere die Farbe wechseln: erschreckt man sie oder stehen sie sonst wie unter Stress, tauchen zwei schwärzliche Längsbänder auf.
Die Geschlechtsunterschiede sind nicht schwer zu finden, das Männchen besitzt lang ausgezogene Flossen, seine Rückenflosse, die Dorsale, und die Afterflosse, genannt Anale, enden spitz. Zuvor erwähnte ich den markanten Kopf. Dies äußert sich im mit einem leichten Buckel versehenen und mit einem mächtigen Unterkiefer unterbauten Denkzentrum.
Die Tiere bilden recht stabile Paare. Damit sich diese finden können, empfiehlt es sich, eine kleine Gruppe zusammen aufzuziehen.
Durch eine verkleinerte Schwimmblase sind die Tiere zu einem bodennahen Leben gezwungen und bewegen sich sprunghaft. Ein etwas linkisch wirkendes Verhaltensmuster, interessant zu beobachten.

Haltung:
In einem nicht zu kleinen Aquarium hält man die Tiere paarweise.
Die Tiere vertragen ein recht breites Spektrum an Wasserwerten.
Natürlich ist ein neutraler pH-Wert um 7 bei weichen Härtegraden und eher kühleren Temperaturen.
Wichtig ist ein versteckreiches Becken. Mit stabil verklebten Wurzeln und Steinen kann man den Tieren gute Höhlen bieten. Man sollte kalkfreies Gestein wie Schiefer, Granit, Lava, etc. wählen.
Das Ganze darf nicht zu gewagt sein, denn die Tiere könnten die Aufbauten untergraben, dann darf nichts einstürzen.
Um den Tieren die Möglichkeit zu geben, zu wühlen und zu graben, setzt man am besten Sand als Bodengrund ein.
Es kann vorkommen, dass Steatocranus ein ganzes unterirdisches Tunnelsystem errichten, im Aquarium ist dies natürlich nicht möglich.Man kann im Bodengrund Plastikröhren,Blumentöpfe oder ähnliche Gebilde vergraben, dann graben die Tiere sich ihre Höhlen selbst und fühlen sich wie zu Hause.
Aufgrund des Wühlens ist es ratsam, robustere Pflanzen zu wählen, am besten Aufsitzer, die auf Dekorationsgegenständen wurzeln können. Beispiele für geeignete Pflanzen sind Speerblätter der Gattung Anubias, die alle aufgebunden werden können, wenn auch dies in der Natur nicht der Fall ist. Dann wären da noch der Kongofarn Bolbitis heudelotii und Javamoos und -farn.
Schnell wurzelnd und sich schnell vermehrend sind auch manche Vallisnerienarten.
Vergesellschaften kann man diese afrikanischen Schätze mit Salmlern, Welsen, Barben und Ähnlichem. Naturgemäß nimmt man Kongosalmler, die es in gelb, blau und rot gibt und Fiederbartwelse der Gattung Synodontis, zum Beispiel den Rückenschwimmenden Kongowels oder Brichards Fiederbartwels. Bei anderen Buntbarschen sollte man vorsichtig sein. Hier sprechen die Autoren gegeneinander: manche behaupten, die Tiere seien manchmal aggressiv, wieder andere meinen, nichts davon bemerkt zu haben. Es scheint also auf den Charakter anzukommen. Dennoch ist eine Vergesellschaftung mit Verwandten oder Artgenossen erst in großen Becken anzuraten. In kleineren Behältern hält man lieber nur ein Paar.
Ernähren kann man die Tiere gut mit Flocken und Granulaten, die der Handel in unzähligen Formen anbietet. Besser ist es jedoch, regelmäßig Frost- oder Lebendfutter zu reichen. Nur bei Tubifex sollte man vorsichtig sein, es gibt Berichte, nach denen westafrikanische Buntbarsche nach nur einmaliger Fütterung zu Todeskandidaten avancierten...

Zucht:
Diese ist durchaus möglich. Wie häufig kann man auch hier mit weißen und schwarzen Mückenlarven stimulieren. Es handelt sich beim Steatocranus um Höhlenbrüter. Kleine Beifische tragen zur romantischen Stimmung bei, indem sie die Aggressionen der Partner auf sich lenken. Freiwillig aber sicher nicht :D...
Nach 5 bis 7 Tagen erfolgt der Schlupf der Jungen, 11 bis 14 Tage später kann man dann das freudige Ereignis mitverfolgen, denn dann schwimmen die Larven frei. Man füttert am besten platziert mit kleineren Futtersorten wie Kleinkrebsen und jungen Artemia oder zerriebenem Kunstfutter. Die Kleinen können schon so einiges schlucken, denn sie sind relativ groß.

Ein Aquarium mit herumflitzenden, glitzernden Kongosalmlern und einem Pärchen der imposanten Steatocranus tinanti ist ein faszinierendes Schauspiel, die echte Westafrikafans nicht missen werden wollen. Da kann man nur noch viel Spaß wünschen!

Fischige Grüße von Mopani!

Bildquelle:

Das Bild basiert auf einem Bild aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist der Urheber des Bildes verfügbar. Direktlink zum Bild in der Wikipedia: [link]


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Versionen und Autoren

Folgende Community-Mitglieder haben bisher an dieser Beschreibung mitgearbeitet:

  • 12.10.09, 17:03: Mopani (Grundelbuntbarsch ist vermutlich gebräuchlicher...)
  • 27.09.09, 13:37: Mopani (noch ein kleiner Tip)
  • 21.09.09, 23:35: Segelkärpfling (Typo, Bild usw...)
  • 20.09.09, 10:45: Mopani (Fischart neu hinzugefügt)

Kommentare

Hier können Community-Mitglieder Kommentare verfassen.

hallo

» Gepostet von Mopani, 26.09.09, 17:33

Hm,okay...
Danke.
vg


Kommentar

» Gepostet von Segelkärpfling, 21.09.09, 23:41

Hallo!
Also von deinem Schreibstil bekomm ich... naja lassen wir das.
Aber du könntest wenigstens beachten, dass man nach Punkt und Komma ein Leerzeichen macht. Ich hab's dir hier mal überarbeitet, war echter Horror.

Aber nochmal zurück zur Ausdrucksform, die schlägt mir teilweise echt übel auf. Grund ist, dass du durch deine merkwürdige Schreiberei Fakten verdrehst oder dich unrichtig ausdrückst. Die Fische haben keineswegs ihre "Identität" gewechselt, sondern nur ihre Gattungszugehörigkeit... das mal als Beispiel.

Vielleicht achtest du beim nächsten Mal drauf, man hat ja genügend Zeit und muss einen Steckbrief nicht so hinklatschen, ohne mal die Word-Fehlersuche drüber laufen zu lassen.


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