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Fische: L 156 Cametá-Antennenwels

Auf dieser Seite sehen Sie eine Beschreibung der Fischart "L 156 Cametá-Antennenwels". Fischarten können bei aqua4you von Mitgliedern der Community beschrieben werden. Das Copyright auf Text und Bild liegt - soweit nicht anders genannt - bei den jeweiligen Autoren. Aqua4you kann leider keinerlei Haftung für die fachliche Richtigkeit übernehmen!

Steckbrief

Erstmals zur Datenbank hinzugefügt von Segelkärpfling am 08.05.09.

L 156 Cametá-Antennenwels
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Tocantins-Leopard

Beckenlänge:100 cm
PH-Wert:5,5 – 7,5
Wasserhärte:0-20° dGH
Temperatur:23 bis 30° C
Name:L 156 Cametá-Antennenwels
Wiss. Name:Ancistrus sp.
Familie:Welse
Herkunft:Rio Tocantins (bei Cametá ) in Pará (Brasilien)
Größe:12 bis 15 cm
Ernährung:Omnivor, hauptsächlich Aufwuchsfresser

Der als L 156 nummerierte Cametá-Antennenwels ist ein relativ groß werdender Vertreter der Gattung Ancistrus aus der Nähe des Amazonasdeltas. Der Rio Tocantins ist ein typischer Klarwasserfluss, deswegen ist der L 156 nicht sonderlich anspruchsvoll in puncto Wasserhärte und pH-Wert. Ideale Werte sind im sehr weichen und leicht sauren bis neutralen Bereich anzusiedeln.

Über diesen noch nicht wissenschaftlich beschriebenen Wels und seinen genauen Lebensraum ist im Großen und Ganzen noch nicht viel bekannt. Es ist davon auszugehen, dass er wie die anderen Ancistrus (von griechisch "agkistron" = Haken; wegen der Interopercularodonten des Männchens mit denen sie sich beim Rangkampf aneinder festhaken) schneller fließende Flussbereiche mit lehmigem Boden und Totholz bevorzugt. Zu stillfließende und warme Wasserbereiche sind nichts für den L 156, der nach meinen Beobachtungen sauerstoffbedürftiger als andere Ancistrus ist.

Haltung
Ein großes Becken mit guter Strömung bzw. Sauerstoffeintrag darf es für den Cametá-Antennenwels schon sein, mit 80 oder gar 60 cm Beckenlänge ist es bei diesem schwimmfreudigen und aktiven Wels nicht getan. Zusätzlich ist für ein reichliches Angebot von Verstecken zu sorgen, wie andere Ancistrus bevorzugt er hier Holzwurzeln anstelle von Stein und Kunststoff.

Der Bodengrund kann gerne aus Sand bestehen um Verletzungen am weichen Bauch des Welses zu vermeiden. Eine Bepflanzung des Beckens ist unproblematisch, allein Echinodorus sind wie bei den meisten Loricariidae eine beliebte Grünfutter-Ergänzung und Aggressionsabbau-Möglichkeit. Ein Abraspeln dieser großblättrigen Pflanzen ist auch mit reichlichem Holz- und Gemüseangebot kaum zu vermeiden.

Allgemein kann man sagen, dass Ancistrus eher dämmerungs- und nachtaktiv sind. Um zu verhindern, dass die Tiere scheu werden und sie zur Tagaktivität zu bewegen ist eine Abdunklung des Beckens durch schwache Beleuchtung oder Schwimmpflanzen sicherlich eine gute Idee.

L 156 ist ein Allesfresser, ob spezielle Tabs, normales Flockenfutter, Frost- oder Lebendfutter, es wird nahezu alles bereitwillig angenommen. Solche omnivoren Fische neigen natürlich im Aquarium stark zu verfetten. Ein Großteil der Diät unseres Welses sollte deswegen pflanzlichen Ursprunges sein. Gurke, Zucchini, überbrühter Salat und Spinat, Rosenkohl und weiteres Gemüse schmecken einem Antennenwels, wenn er sich daran gewöhnt hat. Da Ancistrus eine reduzierte Bezahnung im Vergleich zu den echten algenfressenden Welsen haben, darf man niemals glauben, dass sich diese Welse allein von Holz, Algen und Futterresten ernähren können. Sie brauchen eine anständige und abwechslungsreiche Ernährung wie alle anderen Aquarienfische. Essbares Holz (Mangrove und Moorkie) ist jedoch unabdingbar, damit die Welse keine Verdauungsprobleme bekommen.

Bild
An der Ventralansicht erkennt man das Saugmaul.

Erscheinungsbild, Geschlechtsunterschiede und Zucht
Vom normalen braunen Antennenwels ist er einfach abzugrenzen. Seine Musterung ähnelt enfernt einem Wabenschilderwels, also ein Wabenmuster. Dieses hat er mit ein paar weiteren Ancistrus gemeinsam, die meistens ebenfalls noch L-Nummern haben. Beim L 156 allerdings ist die Endgröße größer und auch Weibchen können (!) einen Tentakelwald bekommen, dies ist bei der Gattung einmalig. Die Geschlechter sind somit nur sicher anhand der Gentialpapille zu unterscheiden.

Bild
Ausgeprägter Tentakelwald - auch bei Weibchen möglich.

Über die Zucht liegt mir leider nichts vor, es ist anzunehmen, dass sie sich gattungstypisch vermehren. Siehe dazu [link]

FdM

Fischart des Monats
Diese Beschreibung wurde im November 2010 als Fischart des Monats ausgezeichnet. [Zum Archiv]

Bildquelle: Adrian W.

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Versionen und Autoren

Folgende Community-Mitglieder haben bisher an dieser Beschreibung mitgearbeitet:

Kommentare

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Kommentar

» Gepostet von Blacky, 10.05.09, 10:33

Ansonsten gibt es ja noch die Bilder hier: [link]


Kommentar

» Gepostet von Segelkärpfling, 09.05.09, 20:55

Danke danke :shy:
Bilder sind jetzt drin und Fehlerchen ausgebessert, sind zwar nicht die besten Bilder, weil mein AQ so dunkel ist, aber ich hoffe, man kann was damit anfangen. :)


Kommentar

» Gepostet von Conny 13, 09.05.09, 20:26

Sehr schöne Beschreibung. Jetzt noch Bilder dann wird´s richtig komplett. Tolle Arbeit. Vielen Dank.

Zu still fließende und warme Wasserbereiche sind nichts für den L 156, der nach meinen Beobachtungen sauerstoffbedürftiger als andere Ancistrus ist. nichts am Ende entfernen.
Wäre schön wenn Du das noch abänderst. Danke

LG Conny

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Bild LG Conny Bild

Bild BildBildBild

Gesellschafts-Aqua: [link] Garnelen Red Crystal: [link] Südamerika Artenaqua L46: [link] L-Wels-Aufzucht-Teeny-Aqua: [link]


Kommentar

» Gepostet von Blacky, 09.05.09, 19:40

ja schöne Beschreibung :wink:

Das es abgesehen von den handelsüblichen Mischmasch, auch andere, meist hübschere Ancistrus gibt wissen ja leider auch nur die wenigsten und dass mit den Weibchen ist ja auch ganz interessant...


Kommentar

» Gepostet von Martin18, 09.05.09, 13:44

Malwieder eine sehr schöne Beschreibung :) ich freu mich schon auf Bilder.


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11.07.20 | 00:18 Uhr

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