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Aquarieneinrichtung | 21.03.16

Technik am Aquarium Die Bodenheizung

Die Bodenheizung erwärmt den Boden und fördert durch die Wärme und Strömung das biologische Gleichgewicht. Bei einer Neueinrichtung ist die Installation sehr einfach und durchaus lohnend. Ein Paar Dinge sollten aber beachtet werden...

Ein Artikel von Radon96.

Technik am Aquarium Die Bodenheizung

Inhalt

Vorwort
1. Einleitung Grundsätzliche Funktionsweise und Anwendungen
2. Die Technik und die Funktion
3. Die Vorteile
4. Nachteile und was zu Beachten ist
5. Die praktische Anwendung
6. Zum Stromverbrauch, zum Sommer, zur 230V-Heizung
7. Nachwort (inkl. Rechtliches)


Vorwort

Leider hatte ich im vergangenen Jahr doch sehr wenig Zeit nebenher. Momentan eigentlich auch nicht so richtig, aber immerhin die nächsten 1-2 Wochen noch. Ich wollte ja noch ein paar Artikel schreiben, aber daraus ist ja nichts geworden. Aus gegebenen Anlass bin ich aber nun doch dazu gekommen. Immerhin für einen reicht es jetzt mal. Mal sehen, ob Weitere folgen werden. Die Gliederung meines ersten Artikels werde ich zur besseren Übersicht beibehalten.

Sicherheitshinweise! Safety Instructions!
Lesen und verstehen! Read and understand!

Siehe: [link] nur 1, (für Strom)


1. Einleitung

Die Bodenheizung wird auf dem Boden des Aquariums angebracht und dient zum Erwärmen desselben. Es werden zwischen 2 Arten der Bodenheizung mit jeweils verschiedenen Variationen unterschieden:
-der Aquarium-Bodenheizung (auch Bodenfluter, Hochleistungs(boden)heizung, Flächenheizung, genannt):
Sie soll vom Boden aus das ganze Aquarium aufheizen und den Heizstab unnötig machen. Meistens arbeiten diese Systeme mit der Steckdosenspannung (Netzspannung) von 230V. Von diesem System rate ich grundsätzlich ab!!! Die volle Netzspannung im Becken, die Gefahr des Hitzestaus sind nur 2 von mehreren Gründen.
-der Bodenheizung (auch Bodenwärmer, Pflanzenheizung, genannt):
Dieser Typ Heizung soll den Boden lediglich erwärmen. Mehr nicht. Der Heizstab wird weiter benötigt! Die leichte Erwärmung des Bodens fördert dessen Durchströmung was vielerlei Vorteile mit sich bringt.
Eine feste Beschreibung für die beiden Typen gibt es nicht! Man muss also immer bei den Eigenschaften gucken um was es sich handelt. Die Watt-Zahl kann aber hilfreich sein. Eine kleine Wattzahl (unter 40-50W) deutet auf eine Heizung nur für den Boden hin, darüber (50-75W und mehr) soll das ganze Aquarium gleich mit heizen.


2. Technik und Funktion

Das Prinzip ist einfach. Erst die Technik: Das System besteht angefangen an der Steckdose aus einem Stecker mit Kabel dran, das in den Transformator führt. Er regelt die Netzspannung (230V) auf eine sichere Kleinspannung von meist 12 oder 24V herunter. Aus dem Transformator führt eine Kabelschlaufe hinaus und wieder hinein. Dieses Kabel ist unterteilt in den ersten Kaltleiterabschnitt, dieser Überbrückt die Stecke vom Trafo bis zum Beckenboden. Es folgt der Warmleiterabschnitt. Dieser wird gleichmäßig in Schlaufen über den Boden gelegt. Das letzte Stück zurück ist wieder ein Kaltleiter und führt vom Boden aus zurück zum Trafo.
Und nun die Funktion: Der Strom fließt durch den Trafo. Dieser regelt die Netzspannung auf 12 / 24V herunter. Der Strom fließt nun durch die Kalt-, und den Warmleiter. Der Warmleiterabschnitt hat einen höheren elektrischen Widerstand, weswegen sich der Strom einfach gesagt etwas Anstrengen muss um da durch zu kommen. Dabei erwärmt sich der Widerstand (also der Warmleiter) und gibt diese Wärme an die Umgebung ab. Bitte auch die die Infos in den Praktischen Anwendungen durchlesen!


3. Vorteile

Es sind einige! Zuerst einmal die Wärme an sich. Kalte Zonen im Boden sind nun Vergangenheit. Das kommt der Nährstoffaufnahme der Pflanzen entgegen, denn wie so oft erfolgt dieser Prozess bei höherer Temperatur schneller.
Als nächstes sorgt die Wärme für Strömung im Boden und das bringt gleich 3 weitere Vorteile mit sich. Zuerst einmal entstehen wie in der Natur sogenannte Sickerquellen, also Stellen, an denen Nährstoffe aus dem Boden an das Wasser und die Pflanzen abgegeben werden können. Als nächstes sorgt die Strömung dafür, dass der ganze Bodengrund durchströmt wird. Unmittelbar über den Heizkabeln steigt warmes Wasser auf und zwischen den Kabeln strömt kühles Wasser nach. Dadurch kann der Boden ein wenig wie ein großer Filter wirken (allerdings nicht so stark wie bei einem Bodenfilter). Und zu guter Letzt verhindert die Strömung, dass ''Gammelstellen'' im Boden entstehen.


4. Nachteile und was beachtet werden muss

Tatsächlich gibt es ein paar Nachteile, die Fallen aber bei den meisten Leuten kaum bis gar nicht ins Gewicht.
Das erste ist nochmal der Hinweis; die Bodenheizung ersetzt NICHT den Heizstab. Ach ja, es kann nur in einem komplett leeren Aquarium installiert werden.
In Aquascape-Becken ist die Bodenheizung nur bedingt geeignet. Das war es aber auch schon. Ja gut... Es sind 2 Kabel die hinten aus dem Aquarium raus gehen die wenn es die Optik stört verdeckt werden müssten. Und der Stromverbrauch, der hängt davon ab, wie groß das Becken (genauer die Bodenfläche) ist. Bei einem ''Standardbecken'' mit 100 x 50cm zieht die Heizung im Betrieb ca. 20W.
Den größten SCHADEN kann man eigentlich nur bei der Installation verursachen. Wichtig ist, dass die Heizung den Boden GLEICHMÄSSIG und KOMPLETT abdeckt. Kahle (und damit kalte) Stellen sind ebenso Tabu wie eine extreme Ballung von Heizkabeln (heiße Stellen)!!! Ein extremer Unterschied zwischen Warm und Kalt belastet das Glas und kann sogar zum Bruch führen!!!
Daher nicht unterdimensionieren aber auch keine extreme Überdimensionierung und eben möglichst gleichmäßig verlegen.
Auch der Bodengrund muss geeignet sein. Es darf kein Sand verwendet werden, zumindest nicht in großen Mengen über den Heizkabeln, das würde zu Hitzestaus führen. Auch kann es bei gefärbten Kies zum Lösen der Farbe kommen, wenn Kontakt zur Heizung besteht. Der Kies muss also ''für Bodenheizungen geeignet'' sein.


5. Die praktische Anwendung

Die ist flott erledigt.
Zuerst sollte man den Heizdraht verlegen. Wie bereits beschrieben möglichst gleichmäßig nicht zu nah am Rand und nicht überkreuz. Den meisten Modellen liegen Saugnäpfe zur Befestigung bei. Die Zuleitung (Kaltleiter) führt man dann zum Trafo. Der Trafo sollte an einem Ort installiert werden, an dem er keinen Kontakt zu Wasser hat. Er darf unter keinen Umständen eingetaucht werden! Eine Installation auf der Abdeckung oder gar unter der Abdeckung des Beckens ist absolut tabu! Auch darf kein Tropf/Kondenswasser an den Kabeln entlang in ihn rein laufen (Tropfschlaufe). Zum Schluss sollte man sich noch Gedanken darüber machen, ob man die Bodenheizung rund um die Uhr oder zusammen mit der Beleuchtung schaltet. Kurze Betriebszyklen (unter jeweils 2-4h) sollte man aber vermeiden.


6. Zum Stromverbrauch, zum Sommer, zur 230V-Heizung

Erstmal der Stromverbrauch, der ist durch den Einsatz der Bodenheizung nur geringfügig höher. Denn durch den erwärmten Bodengrund ist der Wärmeverlust des Wassers geringer.
Nun zum Sommer: Steigt die Temperatur in dem Raum in dem das Aquarium steht fast in den Bereich den auch das Wasser haben soll (22-25°C), dann sollte die Heizung doch auf einen Intervallbetrieb geschaltet werden. Das geht problemlos mit einer Zeitschaltuhr. Bewährt haben sich ''1 zu 2'' und ''1 zu 3'' Schaltungen, also beispielsweise 20 Minuten Betrieb und 40min (2 x 20) Pause, oder 30 Minuten Betrieb und 90 Minuten (3 x 30) Pause. Steigt die Temperatur noch weiter, also an besonders heißen Sommertagen (26-28°C und mehr) sollte man die Heizung ganz abstellen.
Zum Schluss zu den 230V-Systemen. Der Grund weshalb ich abrate ist einerseits das deutlich größere Gefahrenpotenzial durch die 230V und auch die größere Heizleistung (→ Fischsuppe) aber auch die deutlich höhere Gefahr von Glasbruch, Hitzestau und und und. Die beschriebenen Systeme mit Kleinspannung werden kaum mehr als Handwarm, die 230V-Systeme bis zu 75°C.


7. Fazit / Nachwort / Rechtliches

Abschließend lässt sich sagen, dass die Bodenheizung eine durchaus lohnende da auch relativ günstige Investition ist. Wer einen wahren Unterwassergarten anlegen will oder aber wer Probleme mit vergammelten Böden hat sollte sich die Anschaffung ernsthaft überlegen. Für ein Becken mit der Grundfläche 100x50cm ist man bereits ab knapp unter 40 dabei.
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Wie empfehlenswert/wichtig (0-5):
-Anfänger / Bepflanzung mit geringen Ansprüchen
(. .. .. .. ..

-Fortgeschritten / Bepflanzung mit hohen Ansprüchen
() () () () ..
(Beispiel für 5() wäre beispielsweise optimale Düngung und CO2-Anlage)
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Es gilt das ''Rechtliche'' von diesem Artikel: [link]

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22.10.17 | 21:10 Uhr

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