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Fische: Honigfadenfisch

Auf dieser Seite sehen Sie eine Beschreibung der Fischart "Honigfadenfisch". Fischarten können bei aqua4you von Mitgliedern der Community beschrieben werden. Das Copyright auf Text und Bild liegt - soweit nicht anders genannt - bei den jeweiligen Autoren. Aqua4you kann leider keinerlei Haftung für die fachliche Richtigkeit übernehmen!

Steckbrief

Erstmals zur Datenbank hinzugefügt von Segelkrpfling am 07.09.07.

Honigfadenfisch
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Honigfadenfisch

Beckenlänge:60 cm
PH-Wert:6,5-7,5
Wasserhärte:3-15° dGH
Temperatur:24-28° C
Name:Honigfadenfisch
Wiss. Name:Trichogaster chuna
Familie:Labyrinthfische / Fadenfische
Herkunft:Nordöstliches Indien, Assam und Bangladesh
Größe:5 cm
Ernährung:feines Lebend-, Flocken- und Pflanzenfutter, auch pulverisierte FD-Tabletten

Der Honigfadenfisch, beziehungsweise Honiggurami (früher Colisa chuna) zählt seit kurzem zur Gattung Trichogaster. Grund dafür ist der Längsstreifen des Honigfadenfisches, alle anderen Colisa-Arten weisen Querstreifen auf. Dieser Fisch bewohnt fast den gesamten indischen Subkontinent, wo er die Sümpfe und Reisfelder des Tieflandes bewohnt.

Haltung
Dieser kleine, friedliche Fisch ist zur Haltung in kleinen Becken (ab 60x30x30: 54l) geeignet. Angaben von 40 cm Beckenlänge reichen zwar in der Größe aus, sind aber Tierquälerei für den schwimmfreudigen Fisch. In freier Wildbahn bewohnt der Honigfadenfisch ruhige, stark bepflanzte Gewässer. Dies sollte man im heimischen Aquarium ebenfalls bieten, die Fische bevorzugen eine Schwimmpflanzendecke und Moorkienwurzeln, die das Becken strukturieren (Dies ist vor allem in der Paarungszeit nötig).

Der Fisch ist gut vergesellschaftbar, nur auf allzu große, rabiate oder flossenknabbernde Beckenmitbewohner sollte verzichtet werden. Honigfadenfische sind paarbildend, können aber auch gut in einem kleinen Schwarm gehalten werden. In puncto Futter stellt die Art kaum Ansprüche, er verspeist jegliches Flockenfutter. Abwechslungsreiche Fütterung mit Lebendfutter (z-B. Cyclops oder Artemia) tut dem Fisch gut und lässt seine Farbenpracht erst richtig erstrahlen.

Zucht
Man kann beim Honigfadenfisch sehr einfach die Geschlechter ermitteln. Die Männchen sind leuchtend orange und an der Unterseite schwarz. Die Rückenflosse ist gelb. Das Weibchen dagegen ist relativ farblos und eher braun. ([link] Oben Männchen, unten Weibchen.)

Zur Zucht sollte man ein laichbereites Paar, erkennbar an der plötzlichen Revierbildung der Männchen, in ein seperates Zuchtbecken von etwa 40 Litern geben, in dem der Wasserstand nicht höher als 15 cm sein sollte. Bei einer Temperatur fängt das Männchen fast augenblicklich mit dem Schaumnestbau an. Die Balz selbst ist sehr kurz und unspektakulär. Das Männchen versucht das Weibchen durch Zickzack-Schwimmen unter das Nest zu befördern, anschließend umwickelt er es mit seinem Körper und dreht es auf den Rücken, so dass der Laich sofort ins Schaumnest abgegeben wird.

Heruntergefallene Eier werden vom Männchen aufgesammelt und ins Nest gespuckt, während des Weibchen in Laichstarre verfallen ist. Nach dem Ablaichen sollte das Weibchen wieder in das normale Becken gesetzt werden, da das Männchen nun aggressiv das Nest verteidigt. Je nach Temperatur schlüpfen die Jungfische nach 36 bis 48 Stunden und können so dann mit Infusorien und anderem Feinstfutter aufgezogen werden.

Bild
Weniger kräftig gefärbtes Männchen

Dieses Bild ist frei aus der GNU-Lizenz von Wikipedia verwendet



In der Paarungszeit reagieren die Männchen überraschend aggressiv auf gleichgeschlechtliche Artgenossen. Wenn nicht viel genug Platz zur Verfügung steht, kümmern die unterlegenen Männchen und verlieren sichtbar an Farbintenisität. Exemplare im Zoohandel sehen oft so aus, da die Fische sehr stressempfindlich sind.

FdM

Fischart des Monats
Diese Beschreibung wurde im Dezember 2013 als Fischart des Monats ausgezeichnet. [Zum Archiv]

Bildquelle: aquakollege

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Versionen und Autoren

Folgende Community-Mitglieder haben bisher an dieser Beschreibung mitgearbeitet:

Kommentare

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Kommentar

» Gepostet von woody2011, 10.11.12, 22:46

Hy Jonas · Zu Anfang Artemia Naupilen und kleinstes Staubfutter (z.B. im Mörser zerriebene Welstabletten), gibt auch käufliches Jungfischfutter (ich glaube, in flüssig).

Mach Dir aber bitte keine allzu großen Hoffnungen, den Großteil durchzukriegen, der Restbesatz im Becken und auch die Eltern werden hier und da einen Lebendfuttersnack nicht ablehnen. Flutendes Riccia Moos und Schwimmpflanzen können da ein wenig helfen.

Auch ist die Zeit schwierig, in der die Kleinen von der reinen Kiemenatmung auf die Labyrinthatmung umstellen - hört sich zwar komisch an, aber ein Teil des Fisch-Nachwuchses ertrinkt in dieser Zeit.

Nichts desto Trotz - good luck bei der Aufzucht. Wenn es klappt, freue ich mich schon auf die ersten Bilder und den Zuchtbericht hier...
LG

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8-)


Kommentar

» Gepostet von Jonas der Fisch, 10.11.12, 09:52

Hey! ich nochmal
Mein Paar hat gelaicht und es sind reichlich junge geschlüpft, hoffe nur mal, das ich die groß kriege. Hat vielleicht jemand Tipps zur Fütterung in den ersten Tagen?


Kommentar

» Gepostet von Jonas der Fisch, 01.11.12, 08:51

Ahhh.. Danke woddy2011 habe es flasch gelesen ;)

Grund dafür ist der Längsstreifen des Honigfadenfisches, alle anderen Colisa-Arten weisen Querstreifen auf.

Habe Querstreifen mit Längsstreifen verwechselt


Kommentar

» Gepostet von woody2011, 01.11.12, 08:19

Hallo Jonas · Auch wenn die offizielle Umbenennung von Colisa zu Trichogaster m. E. eigentlich so unnötig war wie ein Kropf, erfolgte sie aufgrund des Längsstreifens, den die Trichogasterarten zeigen. Colisaarten sind halt nicht längs, sondern quer gestreift. Schau Dir dazu mal die Bilder von Colisa lalia, C. labiosa, C. fasciata, etc. an.

Die Tatsache, dass der Honiggurami an vielen Stellen im Netz noch als Colisa bezeichnet wird, ändert daran nichts. Die fischige Community tut sich bei manchen Umbenennungen doch etwas schwer, siehe auch den Labeo bicolor / Feuerschwanz, der jetzt Epalzeorhynchos bicolor heist oder die Botia sidthimunki / Schachbrettschmerle, die man nunmehr der Ordnung Yasuhikotakia zugeordnet hat. Beide findest Du weiterhin auch unter dem alten Namen im Netz und beim Händler.
LG

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8-)


Kommentar

» Gepostet von Jonas der Fisch, 31.10.12, 18:09

Der Honigfadenfisch, beziehungsweise Honiggurami (früher Colisa chuna) zählt seit kurzem zur Gattung Trichogaster. Grund dafür ist der Längsstreifen des Honigfadenfisches, alle anderen Colisa-Arten weisen Querstreifen auf.



Heißt das nicht, dass der Honiggurami früher zu den Trichgaster- Arten gehört hat? Und jetz zu den Colisa- Arten gehört, wegen dem Querstreifen?
Weil auch überall in anderen Foren und auch in den ganzen Zoohandlungen steht immer Colisa chuna. Und sind Trichgaster- Arten nicht alle größere Arten? Wie z.B. der Mosaik,- Blaue- und der Goldfadenfisch(Gurami).
Bin etwas ratlos, könnte mir da jemand auf die Sprünge helfen


Kommentar

» Gepostet von Jann Schlaudraff, 04.11.09, 18:13

Hallop Segelkärpfling,
ich finde das du den Honigfadenfisch gut geschrieben hast! :thumb: :thumb:
Der link geht nicht (mehr) !

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