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Fische: Pelvicachromis sacrimontis

Auf dieser Seite sehen Sie eine Beschreibung der Fischart "Pelvicachromis sacrimontis". Fischarten können bei aqua4you von Mitgliedern der Community beschrieben werden. Das Copyright auf Text und Bild liegt - soweit nicht anders genannt - bei den jeweiligen Autoren. Aqua4you kann leider keinerlei Haftung für die fachliche Richtigkeit übernehmen!

Steckbrief

Erstmals zur Datenbank hinzugefügt von Mopani am 28.06.09.

Pelvicachromis sacrimontis
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Pelvicachromis sacrimontis

Beckenlänge:80 cm
PH-Wert:6,0-7,0
Wasserhärte:möglichst weich
Temperatur:22-34°C
Name:Pelvicachromis sacrimontis
Wiss. Name:Pelvicachromis sacrimontis
Familie:Cichliden / Buntbarsche
Herkunft:Westafrika
Größe:bis 10 cm
Ernährung:karnivor

Hallo Barschliebhaber!

Die hier vorgestellte Art ist für die deutsche Aquaristik wohl eher ein Fremdwort.
Man findet im Netz mehr italienische oder französische Seiten,jedoch mit schönen Bildern.

Herkunft:
Die Art stammt aus Regenwaldgewässern in Kamerun und Nigeria.Häufig sind diese ca. 40 Zentimeter hoch.Man findet sie vor Allem in verkrauteten Uferzonen,besonders Anubias und Crinum natans sind häufig.
Oft sind sie im selben Biotop wie der Purpurprachtbarsch (Pelvicachromis pulcher) zu finden.
Von dort werden sie leider nur selten eingeführt.

Aussehen:
Es gibt die verschiedensten Standortvarianten.Man teilt sie in drei Varianten ein:
Eine blutrote,eine grünliche und eine gelblich-blasse Form.Fast alle Farben also!
Die Grundfarbe erinnert oft an ein dunkles Braun-Schwarz,der Bauch ist mehr oder weniger Kirschrot,was einen edlen Kontrast ergibt.
An den Kiemendeckeln entdeckt man einen türkis irisierenden Fleck.
Insofern eine dem P.pulcher recht ähnliche Art,nur etwas dunkler.Doch wie kann man beide Arten unterscheiden?Dem Sacrimontis fehlt die Rückenflossenzeichnung des Purpurprachtbarsches.
Die Rückenflosse ist eher blass,hat oft rötliche Spitzen,sonst ist sie gelblich.

Sonstige Daten:
Die Tiere werden bis 10 Zentimeter groß.
Somit sind sie in Becken ab 80 Zentimeter Länge (ca. ab 80 Liter) zu halten.
Sie bilden Paare.
Die Geschlechtsunterscheidung ist schwer:die Weibchen bleiben vermutlich etwas kleiner,zur Balzzeit erkennt man eine Laichpapille.

Haltung:
Auch hier kann man sich am Purpurprachtbarsch orientieren.
In Anlehnung an das natürliche Biotop ist ein verkrautetes,versteckreiches Becken das beste.
Der Bodengrund sollte,um Wühlen zu ermöglichen,fein sein,am besten nimmt man Sand.Dieser muss regelmäßig bewegt werden,damit er sich nicht verdichtet.Die Barsche suchen gerne nach Kleintierchen,die ihnen als Zusatznahrung dienen.
Die Bepflanzung reichert das Wasser mit Sauerstoff an und frisst Schadstoffe wie Nitrit,...
Obwohl die Tiere an Flocken- und Granulatfutter gewöhnbar sind,ist eine Ernährung mit Frost- und Lebendfutter vorzuziehen.Von Daphnien bis Mysis kann man schön experimentieren.Die Tiere brauchen vorwiegend Fleischliches.
Zur naturnaheren Gestaltung kann man einige Kiesel in den Boden streuen.Dann simuliert man durch Wurzeln scheinbar umstehender (Regenwald-)Bäume den Uferbereich
Wurzeln verleihen dem Wasser eine natürlich anmutende,bernsteinfarbene Färbung.Erlenzapfen und Seemandelbaumblätter schaffen den richtigen Wohlfühl-Effekt.Sie wirken keimhemmend.
Womit wir bei den Wasserwerten wären:
Der pH,also der Säuregrad,ist besser niedrig.Saures,möglichst weiches Wasser ist Voraussetzung für eine gelungene Pflege.
50 bis 200 Mikrosiemens als elektrischer Leitwert wären auch zu erwähnen.

Vergesellschaftung:
Kleinere Fische der oberen Zonen sind geeignet,zum Beispiel Killis(eierlegende Zahnkarpfen) ,etwa der Gattung Epiplatys.salmler gibt es auch in Afrika,man könnte Kongosalmler, orangerote Zwergsalmler,und andere in Erwägung ziehen.Nur zu hektisch sollten die Arten vielleicht nicht sein,das stört die Entfaltung der Pelvicachromis.
Auch Synodonten wie der rückenschwimmende Kongowels oder andere kleine Arten gingen,könnten aber Jungfische dezimieren.
Mit anderen Buntbarschen würde ich es erst in großen Becken probieren,da meiner Erfahrung nach sich mehrere Paare von Barschen schon in mittelgroßen Becken(~180 Liter) bis zum Tod des Schwächeren stressen können.

Zucht:
Bei stimulierender Fütterung mit weißen Mückenlarven und guter Haltung werden die Paarfische bestimmt irgendwann um eine Höhle herum balzen.
Es scheint vorwiegend eine Mutterfamilie bei der Brutpflege der Fall zu sein.
Bei Laichräubern setzt man die Tiere am Besten in ein separates Zuchtbecken oder entfernt die Fressfeinde.
Im Großen und Ganzen ist die Nachzucht nicht schwer,wenn sich die Tiere wohl fühlen.

Diese schöne Art hätte sicher mehr Beachtung verdient.
Über Nachricht über Eure Erfahrung oder sogar Bilder würde ich mich daher freuen
Fischige Grüße von Mopani.

Bildquelle: Kai Herzog

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Versionen und Autoren

Folgende Community-Mitglieder haben bisher an dieser Beschreibung mitgearbeitet:

  • 13.01.10, 21:58: Sebastian (Bild hinzugefügt)
  • 23.07.09, 16:30: Mopani (fettdrucung von Wichtigem)
  • 23.07.09, 16:29: Mopani (Nachtrag zu Zucht und Aussehen,Unterscied P.pulcher-P.sacrimontis)
  • 28.06.09, 19:48: Mopani (kleine Feinheiten)
  • 28.06.09, 19:45: Mopani (Fischart neu hinzugefügt)
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