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Fische: Zwerg-Schmuckkärpfling / Teddykärpfling

Auf dieser Seite sehen Sie eine Beschreibung der Fischart "Zwerg-Schmuckkärpfling / Teddykärpfling". Fischarten können bei aqua4you von Mitgliedern der Community beschrieben werden. Das Copyright auf Text und Bild liegt - soweit nicht anders genannt - bei den jeweiligen Autoren. Aqua4you kann leider keinerlei Haftung für die fachliche Richtigkeit übernehmen!

Steckbrief

Erstmals zur Datenbank hinzugefügt von erfahrungssalmler am 24.11.07.

Zwerg-Schmuckkärpfling / Teddykärpfling
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Zwerg-Schmuckkärpfling / Teddykärpfling

Beckenlänge:60 cm
PH-Wert:6,5-7,5
Wasserhärte:< 5 °dGH
Temperatur:23-27 °C
Name:Zwerg-Schmuckkärpfling / Teddykärpfling
Wiss. Name:Neoheterandria elegans
Familie:Lebendgebärende Zahnkarpfen
Herkunft:Rio Truandó, Kolumbien
Größe:< 2,5 cm
Ernährung:zerriebenes Flockenfutter, Cyclops, frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien

Bild

Diese seltene Fischart, welche aus Kolumbien stammt, ist der kleinste Lebendgebärende Zahnkarpfen der Welt, deswegen sollten sie nur mit anderen kleineren Fischarten - besser sogar in einem Artenbecken - gehalten werden, da sie sonst als "Lebendfutter" angesehen werden.

Haltung: Ich halte sieben Teddykärpflinge in 54 l. Diese Beckengröße ist durchaus ausreichend, da die Fische meist nur langsam schwimmen und die meiste Zeit des Tages mit Futtersuche beschäftigt sind. Hierfür nutzen sie sowohl den Boden als auch die Wasseroberfläche. Die Teddys sind also im gesamten Becken unterwegs. Vermutlich sind die Teddykärpflinge auch für kleinere Becken geeignet, da habe ich allerdings keine Erfahrungswerte. Wichtig ist, dass das Becken gut bepflanzt ist, und genügend Rückzugsmöglichkeiten geboten werden. Er kommt sogar mit wenigen cm Wasserstand aus, weil er in seinem Herkunftsgebiet sehr kleine Tümpel bewohnt.

Von einer Vergesellschaftung mit größeren, futterneidischen und/oder ruppigen Arten möchte ich daher sehr abraten. Eine Haltung mit Zwerggarneln und kleineren, friedlichen Fischen ist aber durchaus möglich. Derzeit halte ich sie mit zwei Dario dario. Dies ist relativ harmonisch, die Teddys wissen, wann sie dem Dario-Mann besser Platz machen. Wobei sicherlich der ein oder andere Jungfisch im Maul der Dario dario gelandet ist. Die Vergesellschaftung mit Zwerggarnelen ist ebenfalls möglich, da die Teddylarven die meiste Zeit an der Wasseroberfläche zwischen den Pflanzen schwimmen stellen die Zwerggarnelen keine Gefahr für sie da. Und auch die Garnelenlarven werden weitesgehend ignoriert.

Verhalten: Bei Lebendgebärenden wird häufig geraten auf 1 M 3 W einzusetzen. Dies würde ich für die Teddykärpflinge nicht raten. Die Männchen sind sehr friedlich untereinander, gelegentlich wird sich zwar um Futter gestritten aber diese kurzen Kämpfe sind harmlos und dauern nur wenige Sekunden. Die Weibchen jagen sich hingegen öfter (grundlos?) durchs Becken. In meinem Becken ist jedoch kein Alphaweibchen zu erkennen, denn der Wechsel vom Jäger zum Gejagten findet häufig innerhalb kurzer Zeit statt. Die Verteilung der Geschlechter scheint also relativ egal zu sein.

Die Neoheterandria elegans sind überhaupt nicht scheu sondern äußert neugierig. Der Fluchtreflex scheint den ausgewachsenen Tieren zu fehlen, denn selbst beim Wasserwechsel oder bei Gärtnerarbeiten untersuchen die Fische den Arm des Pflegers und den Wasserschlauch sehr genau. Es war mir sogar möglich einen Fisch mit der Hand aus dem Wasser zu nehmen.Dies geschah am dritten Tag nach dem Einsetzen. Vor Fressfeinden, wie eben Dario dario nehmen die Jungfische jedoch blitzartig reißaus. Weiterhin sind sie ruhig und fressen bezogen auf Lebendgebärende recht langsam.

Da dieser Fisch ein sehr guter Springer ist, sollte das Aquarium unbedingt eine Abdeckung besitzen, sonst kann man davon ausgehen, dass man sie irgendwann tot auf dem Teppich findet. Schwimmpflanzen wären auch nicht schlecht, da der Zwerg-Schmuckkärpfling manchmal springt und so gegen die Abdeckung "knallen" würde. Durch die Schwimmpflanzen könnte man verhindern, dass sie sich verletzen. Da dieser Fisch leider erst im Jahre 1988 in Europa eingeführt wurde, ist sie nur selten beim Verkäufer zu finden.

Man erkennt den Fisch an seinem getigerten Muster, wobei die Männchen farbenfroher sind als die Weibchen. Letztere besitzen dieses Muster nur an der After. Die Männchen sind farbenfroher und besitzen ein Gonopodium (Begattungsorgan).

Die Ernährung der Neoheterandria elegans ist nicht ganz einfach. Die Kärpflinge haben aufgrund ihrer geringen Größe nur ein kleines Maul. Das meiste gängige Lebendfutter (weiße Mückenlarven, schwarze Mückenlarven, ausgewachsene Artemien oder Wasserflöhe) ist eher ungeeignet. Kleinere rote Mückenlarven, Grindal und junge Artemien sind lebend durchaus empfehlenswert für die Ernährung. Weiter natürlich auch Grünfutter und bsp.weise Cyclopeeze. Als Frostfutter kommen auch Cyclops in Frage.

Die Zucht von Neoheterandria elegans ist wie bei den meisten Lebendgebärenden recht einfach. Die Weibchen bekommen über mehrere Tage hinweg wenige Jungfische (Superfötation), die äußerst klein sind. Bei starken Veränderungen ihrer Umgebung stellen die Teddykärpflinge die Vermehrung jedoch ein (Wasserwerte, Temperatur, Bepflanzung). Auffällig ist weiter, dass die meisten Jungfische männlich sind. Woran dies liegt kann ich leider nicht beurteilen. Interessant wäre dies hinsichtlich Temperatur, Wasserhärte, Individuenanzahl und pH-Wert zu untersuchen.

Offensichtlich stellen sie ihren Jungen nicht besonders nach, die Kleinen schwimmen ab ca. 3 mm frei umher und werden nicht beachtet. Dies kann leicht zur Überbevölkerung des Aquariums (wie wir es von den Guppys kennen) führen.

Wenn der Fisch artgerecht gehalten wird, dann wird man auch belohnt: Die Fische schwimmen lebendig und neugierig im Aquarium rum, sie besitzen eine glänzende Farbe und haben orangene Augenringe.

FdM

Fischart des Monats
Diese Beschreibung wurde im Juli 2011 als Fischart des Monats ausgezeichnet. [Zum Archiv]

Bildquelle: beedee1

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Versionen und Autoren

Folgende Community-Mitglieder haben bisher an dieser Beschreibung mitgearbeitet:

  • 07.10.12, 17:08: Blacky (Hinweis hinzugefügt)
  • 21.08.10, 02:18: Sebastian (Bild hinzugefügt)
  • 21.08.10, 02:17: beedee1 (Umfangreiche Erweiterung)
  • 25.11.07, 00:22: Sebastian (Typo, Bildquelle)
  • 24.11.07, 22:46: erfahrungssalmler (Fischart neu hinzugefügt)

Kommentare

Hier können Community-Mitglieder Kommentare verfassen.

Nachwuchs hauptsächlich männlich...

» Gepostet von emeraldking, 04.12.11, 01:46

Hallo alle,

Ich habe die Teddykärpflinge auch seit langem im Zucht.
Sowie es bei die Heterandria formosa gilt, gilt es auch bei die Neoheterandria elegans. Bei beiden kommt es vielfach vor daß die meiste Nachwuchs männlich sind.
Es hat auch mit die Temperatur zu machen. Beide Arten kann mann halten bei Temperaturen von 17°C bis zum 28°C. Beide Arten kommen zu einen besseren Zucht wenn die Temperatur rund die 17°C bis zum 22°C liegt. Aber während die Schwangerschaft kann mann das neues Geslecht des Jungtiere beeinflussen. Zieht mann den Temperatur hoch dann bekommt mann mehr Weibchen und bei niedrigere Temperaturen dann bekommt mann mehr Männchen. Habe immer auf dieser Weise das Geslecht des neues Nachwuchs beeinflußt.
Das kann mann auch mit mehrere Lebendgebärenden machen. Aber die meiste Zwerglebendgebärenden ja da hat mann sehr oft das Problem das es mehr männliche Nachwuchs geben wird wenn mann nicht richtig den temperatur beobachtet.
Aber dies' ist pur meine Erfahrung mit die Teddykärpflinge...

Schönen Gruß, "S"

_________________
www.emeraldking-aquatics.simpsite.nl
emeraldking-aquatics, hobbybreeder of incommon livebearing toothcarps


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24.08.19 | 19:45 Uhr

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