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Zucht | 05.03.16

Hygiene im Zuchtaquarium

Hygiene vor der Zucht

Ein Artikel von Mofi.


Bevor wir ein Zuchtaquarium in Betrieb nehmen, bevor wir es also mit Wasser, benötigtem Laichsubstrat, Bodengrund oder auch mit technischem Zubehör besetzen, muß großer Wert auf Sauberkeit gelegt werden. Warum?

Selbst bei idealen Licht- und Wasserbedingungen sind die Bruten nicht vor Schädlingen und schädigenden Stoffen gefeit, die die Eier verpilzen lassen oder die Jungfische für ihr Leben stark schädigen können. Auch eingeschleppter Schneckenlaich, der sich dann ausgerechnet im falschen Augenblick weiterentwickelt, kann üble Folgen haben. Das Aquarium muß frei sein von Giftstoffen, Krankheitskeimen und Infusorien. Infusorien, Sie sind doch das Futter für Jungfische. Nur verbirgt sich hinter diesem Begriff ein ganzer Komplex von Kleinstleben (wie sich auch das Plankton aus unzähligen verschiedenen, kleinsten tierischen und pflanzlichen Lebewesen zusammensetzt). So nützlich beispielsweise die Pantoffeltierchen, Rädertierchen und verschiedene Krebschen sind, so schädlich können andere für den Laich sein. Eingeschleppte Würmer, Süßwasserpolypen (Hydra) und Pilze wie der Wasserschimmel sind große Feinde für Eier und Jungfische. Von den Krankheitserregern sind die parasitären zum Teil wohlbekannt. Sie befallen nicht den Laich, sondern die Jungtiere.

Infusorien können in riesigen Mengen auftreten, da sie sich schnell vermehren. Sie bilden sich in der Hauptsache dort, wo Fäulnisherde vorhanden sind. Das ist einer der Gründe dafür, daß die Jungfische zwar mäßig, doch regelmäßig gefüttert werden sollen. Kommen die Jungfische nicht mit dem Fressen nach, bilden abgestorbene Futtertiere oder die Reste zerhackten Futters die Herde, die zur Vermehrung der Infusorien beitragen. Die natürlichen Feinde inder Natur (zu denen auch die Daphnien und Cyclops gehören) sind in Zuchtbecken nicht vorhanden, so daß der Vermehrung dieser kleinen Schädlinge auf natürlichem Weg nicht Einhalt geboten werden kann. Andererseits kann man Wasserflöhe und Ruderfußkrebschen (also Daphnien und Cyclops) nicht zur Jungbrut setzen, da auch sie wiederrum die kleinen Fische schädigen.

Wie machen wir ein Aquarium keimfrei? Es gibt viele Chemikalien, die alles Leben abtöten. Es gibt aber dabei solche, deren Rückstände nur mit langzeitiger Nachwässerung entfernt werden können. Diese Supergifte brauchen wir nicht!! (Sehr) Verdünnte Salzsäure, Wasserstoffsuperoxyid oder das gebräuchliche Kaliumpermanganat sind für unsere Zwecke geeignet. Wir können das letzte Mittel (natürlich auch andere) in der Apotheke kaufen. Gelöst färbt Kaliumpermanganat das Wasser dunkelrot. Diese Lösung lassen wir 24 Stunden einwirken und wässern dann reichlich mit mehrmaligem Wasserwechsel. Alle später zu verwendenden Geräte wie Heizstab, Filter, Thermometer, Fangnetz und sonstige Dinge werden gleichzeitig mit in die Lösung gegeben und darauf gespült. Auch Dekorationsmaterialien, die für ein spezielles Zuchtaquarium Verwendung finden sollen, gehen den gleichen entkeimenden Weg. Sollen Pflanzen ins Becken eingebracht werden, so müssen auch sie behandelt werden. Zu diesem Zweck legt man die Pflanzen in ein flachen Gefäß (Schale), das man mit einer etwas schwächeren Lösung des übermangansauren Kali angefüllt hat. Die Pflanzen sollen spätestens nach 30 min. aus der Schale genommen werden. Sie werden dann noch einmal mit nicht zu kaltem Wasser gespült.

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Kommentare

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Ergänzung

» Gepostet von Peter-Paul, 06.03.16, 11:09

Ein weiteres Mittel zur Keimminderung, bei denen geringe Mengen von Rückständen Tieren und Pflanzen nicht schaden:
Etanol (Ethanol, Äthanol, Äthylalkohol oder in der Umgangssprache einfach Alkohol -das ist alles dasselbe). Man kann einfach Brennspiritus nehmen. Die neueren Vergällungsmittel (Methylethylketon, Isopropylalkohol, und Denatoniumbenzoat sind in den geringen Mengen, die nach gründlichem Abspühlen noch da sein könnten, ebenfalls unbedenklich. Am wirksamsten ist Etanol bei ca. 70 % (der Rest ist Wasser). 100% Etanol wirkt dagegen nicht. [link]
Zur Beseitigung von am Glas fest anhaftenden Verschmutzungen, Kalk- und Silikaträndern ist Kochsalz (NaCl)gut geeignet. Am besten ist grobes Salz. Auf einen feuchten Schwamm aufgebracht kann man solche Krusten wegscheuern, ohne Kratzer am Glas befürchten zu müssen.
Diese Vorreinigung vor der eigentlichen Desinfektion ist wichtig, weil in solchen Krusten Bakterien und Pilze vor Desinfektionesmitteln geschützt sind.


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