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Krankheiten: Infektiöse Bauchwassersucht

Die Infektiöse Bauchwassersucht ist eine Krankheit die sehr schlecht behandelt werden kann und bei der die Behandlung nur in einigen seltenen Fällen erfolgreich ist. Ob Viren oder Bakterien für die Krankheit die Ursache sind ist noch nicht geklärt. Die Bakterien der Gattungen Aeromonas und Pseudonomas sind jedenfalls an der Erkrankung beteiligt.

Infektiöse Bauchwassersucht

Neon mit Infektiöser Bauchwassersucht
Bildquelle: JBL Online Hospital [link]

Symptome und Diagnose

Der Bauch des betroffenen Fisches sieht extrem aufgeschwollen aus, die Schuppen stehen ab. Des weiteren bekommt der Fisch auch häufig Glotzaugen. Es wurde auch schon von Haut Ablösungen und Geschwüren berichtet. Hier noch ein paar andere Symptome der infektiösen Bauchwassersucht:

  • Entzündete (rote) Stellen am Körper
  • Blasse Stellen am Körper
  • Pilzbefall
  • Bläschen an der Seitenlinie
  • Kiemen sind blass
  • After entzündet
  • After ist vorgestülpt

Das Verhalten des Fisches verändert sich auch. Er atmet schneller, schaukelt an der Wasseroberfläche und auf dem Bodengrund. Der Fisch wirkt apathisch.

Ursachen

Es ist noch nicht geklärt ob die Krankheit durch Bakterien verursacht wird, oder ob auch Viren beteiligt sind. Auf jeden Fall sind die Bakterien der Gattungen Aeromonas und Pseudonomas an der Erkrankung beteiligt. Sie sind praktisch in jedem Aquarium vorhanden, da sie monatelang im Wasser und Boden überleben und sich dort vermehren können. Erst bei Schwächung der Fische ist das Immunsystem nicht mehr in der Lage die Bakterien zu bekämpfen, sonst sind die Fische stark genug um nicht krank zu werden.

Unmittelbare Ursache des angeschwollenen Bauchs ist der Verfall eines oder mehrerer innerer Organe (Leber, Niere usw.) aufgrund der Infektion. Durch den Verfall wird Flüssigkeit in die Bauchhöhle abgesondert und der Bauch bläht sich auf und dadurch spreizen sich die Schuppen vom Körper ab.

Ist der Darm befallen, sondert der Fisch schleimigen Kot ab und der Fisch frisst nicht mehr. Später wird die Darmschleimhaut abgestoßen und ausgeschieden. Weiße schleimige Stücke können am After hängen bleiben. Im Endstadium funktioniert die Niere nicht mehr richtig oder es treten Infektionen der Harnwege auf. Die Niere scheidet nicht mehr genug Wasser aus und das überschüssige Wasser sammelt sich in der Bauchhöhle, in den Schuppentaschen und im Augenhintergrund.

Behandlung

Die infektiöse Bauchwassersucht kann in der Regel nur im Anfangsstadium geheilt werden. Auch deshalb muss unbedingt die tatsächliche Ursache der Erkrankung ermittelt werden. Nur bei schnellem und gezieltem Einsatz von Heilmitteln kann die Behandlung erfolgreich sein. Diese aufgezählten Heilmittel können bei rechtzeitigem Einsatz erfolgreich sein (in Klammern ist der enthaltene Hauptwirkstoff gegen Bauchwassersucht genannt):

  • Aquarium Münster Aquafuran (Nifurpirinol)
  • JBL Furanol (Nifurpirinol)
  • Sera Baktopur direct (Nifurpirinol)
  • Sera Bakto Tabs (Nifurpirinol)

Die Behandlung kann durch eine Salzbehandlung mit 2 bis 5 Gramm je Liter Wasser unterstützt werden. Die genaue Salzdosis hängt davon ab, wie viel Salz die Fischart verträgt. Durch die Salzbehandlung wird die Osmoseregulation vor allem über die Haut unterstützt, so dass ein Teil der überschüssigen Flüssigkeit abgeben werden kann. Wenn die Behandlung nicht erfolgreich war sollte man den Fisch erlösen.

Weiterführende Informationen


Ein Text von MaaggiMeyer

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Krankheiten » Infektiöse Bauchwassersucht

15.10.18 | 19:03 Uhr

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